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Schifffahrt

Der junge Kapitän aus Culatra verteidigt die Fischereiidentität seiner Insel

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Die Fischerei ist tief in der Identität der kleinen Insel Culatra verwurzelt, doch da immer weniger junge Fischer diesen Beruf ergreifen, droht er in Vergessenheit zu geraten. Hugo Padinha, der aus einer Fischerfamilie stammt, war fest entschlossen, dies zu verhindern. Mit Hilfe von EU-Fördergeldern investierte der 31-Jährige in sein eigenes Fischerboot und gehört nun zur neuen Generation zukunftsorientierter, traditioneller Fischer, die dazu beitragen, das maritime Erbe Culatras zu bewahren. 

Eine Insel am Scheideweg

Eine angelte zusammen mit seinem Vater seit dem 19. Lebensjahr Hugo Padinha ist nun der jüngste Kapitän. Unter den 100 Fischern auf Culatra, einer kleinen Insel südlich von Portugal, ist die Fischerei nach wie vor tief in der Identität der Insel verwurzelt; mindestens 10% der Bevölkerung Die Arbeit in diesem Sektor prägt das kulturelle Erbe und den touristischen Reiz von Culatra maßgeblich. Laut Hugo haben jedoch viele einheimische Fischer bereits auf die Austernzucht umgestellt, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Dennoch ist er überzeugt, dass die Fischerei für die Zukunft der Insel unerlässlich bleibt. „Fischen ist unsere Tradition“, sagt er. „Touristen interessieren sich für die lokale Fischerei.“

Ambitionen in Besitz umwandeln

Die Möglichkeit, sein Boot zu kaufen, ergab sich durch die Vereinigung der Schiffseigner von Culatra (AMIC), die Padinha mit einem solchen bekannt machte. Zuschuss aus dem Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF). Dank der Unterstützung von AMIC, die den Papierkram vereinfachte und den Antragsprozess verständlicher machte, konnte Hugo seine jahrelangen Ersparnisse endlich in die Tat umsetzen.

„Ohne die Finanzierung wäre es viel schwieriger gewesen, mein Boot zu kaufen“, sagt er. Wie viele Kleinfischer stand auch Hugo vor der Herausforderung, in einem Beruf, der von Banken oft als risikoreich eingestuft wird, eine Finanzierung zu sichern. Ohne die Unterstützung der EU hätten seine über Jahre sorgsam angesparten Ersparnisse nicht ausgereicht.

Ein kleines Boot, ein großer Schritt nach vorn

Als der Zuschuss für sein Boot im August 2025 bewilligt wurde, zögerte Hugo nicht lange, seinen Traum in die Tat umzusetzen. Bereits im Oktober war der 31-Jährige der stolzer Besitzer von Guten Tag, ein sieben Meter langes, handwerkliches Fischereifahrzeug, das zum Fang von Goldbrassen, Wolfsbarschen, Seezungen und anderen einheimischen Arten eingesetzt wird. Guten Tag Dadurch kann Hugo die Hälfte seines monatlichen Einkommens sichern, den Rest erzielt er mit der Austernzucht. 

Für Hugo bedeutet Boa Tarde jedoch mehr als nur finanzielle Sicherheit. Seine Investition hat ein neues, handwerkliches Fischereiunternehmen auf die Insel gebracht – und er hofft, dass… Inspiration für eine jüngere Generation„Ich hoffe, andere junge Leute dazu zu inspirieren, ein Start-up im Fischereisektor zu gründen; die Insel braucht sie.“

Erlernen des Handwerks nach seinen eigenen Vorstellungen

Für Hugo bedeutete die Übernahme seines eigenen Schiffs mehr als nur das Erlernen der Seefahrt – er lernte auch, sein eigenes Unternehmen zu führen. Er erklärt, wie er Geduld gelernt hat, da Wissen Zeit braucht, um erworben zu werden. „Ältere Fischer wollen den Jungen nichts beibringen oder helfen“, sagt er, „ich hoffe, ich werde geduldiger sein.“

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Was braucht ein junger Mensch also, um ein Fischereiunternehmen zu gründen? Für Hugo ist die Antwort einfach: „Erfahrung auf See und Lernbereitschaft. Es gibt so viel zu lernen, ich arbeite seit zwölf Jahren und es reicht immer noch nicht.“ Er verklärt den Beruf nicht. „Es ist ein gefährlicher Job und man sollte ihn nicht unterschätzen“, sagt er. „Aber Fischen ist anders als andere Berufe; es bedeutet Freiheit – Arbeit an der frischen Luft.“

Eine nachhaltigere Zukunft gestalten

Durch die Gewinnung neuer, jüngerer Fischer kann Culatra seinen Fischereisektor nachhaltig gestalten und gleichzeitig eine zukunftsorientierte Denkweise fördern, die den Schutz der Meeresumwelt stärker in den Vordergrund stellt. Hugo verweist auf ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung des Meeresschutzeseinschließlich kleiner, aber bedeutsamer Änderungen wie zum Beispiel Reduzierung von Meeresmüll

Hugo glaubt auch Schul-und Berufsbildung Sie spielen eine wichtige Rolle. Ein Sekundarschulabschluss ist zwar unerlässlich, aber zusätzliche technische und maritime Ausbildungen können jungen Fischern wertvolle Fähigkeiten und ein tieferes Verständnis für nachhaltige Fischereipraktiken vermitteln, sagt er. SeefahrtschulenSo können beispielsweise Studierende lernen, wie sie die Meere besser schützen und gleichzeitig praktische Fähigkeiten erwerben können. Hugo selbst wird demnächst eine Ausbildung im Funkbetrieb beginnen – ein weiterer Schritt hin zu einer sichereren Zukunft auf See.

An der Tradition festhalten, der Zukunft entgegenblicken

Auf die Frage, ob er sich erneut um EU-Fördergelder bewerben würde, antwortet Hugo ohne zu zögern: „Ja, unbedingt! Es war sehr hilfreich.“ Für Hugo war die Unterstützung mehr als nur der Kauf eines Bootes – sie war eine Investition in den Erhalt der Identität von Culatra. „Mir ist es wichtig, die Tradition und Kultur Portugals und Culatras zu bewahren“, sagt er, bevor er mit einem realistischen Lächeln hinzufügt: „Aber es wird nicht einfach werden!“

Hugo Padinha fischt auf seinem eigenen Boot ©Mário Padinha

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