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Europäische Agenda für Migrationsfragen

Suche und Rettung: Abgeordnete fordern mehr EU-Maßnahmen, um Leben auf See zu retten 

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Die Abgeordneten wünschen sich, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten aktivere und koordiniertere Such- und Rettungseinsätze (SAR) durchführen, wobei die Grenzagentur Frontex eine Schlüsselrolle spielt. Plenarsitzung , LIBE.

Im Anschluss an eine PlenardebatteDas Europäische Parlament hat heute per Handzeichen eine Entschließung angenommen, in der es die Mitgliedstaaten und Frontex auffordert, ausreichende Kapazitäten in Bezug auf Schiffe, Ausrüstung und Personal für Such- und Rettungseinsätze sowie einen proaktiveren und koordinierteren Ansatz bereitzustellen, um Leben auf See wirksam zu retten. Die Mitgliedstaaten sollten auch die von NGOs betriebenen Schiffe in vollem Umfang nutzen. Eine umfassende EU-SAR-Mission, die von den Behörden der Mitgliedstaaten und Frontex durchgeführt wird, sollte eingerichtet werden, sagen die Abgeordneten.

Das Parlament verurteilt Schmuggel und illegalen Handel aufs Schärfste und bekräftigt gleichzeitig, dass sichere und legale Wege, insbesondere durch Neuansiedlung, der beste Weg sind, um Opfer auf See zu vermeiden. Die Abgeordneten schlagen außerdem vor, dass mehr Informationen über die Gefahren dieser Route an die Menschen in Drittländern verbreitet werden sollten.

Zusammenarbeit mit Drittländern

In der Entschließung wird die Kommission aufgefordert, umfassende Informationen über alle Arten der Unterstützung bereitzustellen, die die EU und ihre Mitgliedstaaten den Grenz- und Küstenwachen in Drittländern, darunter Libyen, Türkei, Ägypten, Tunesien und Marokko, gewähren. Da gerettete Personen nur an einem sicheren Ort ausgeschifft werden sollten, fordern die Abgeordneten die Kommission und die nationalen Behörden auf, die Vorwürfe schwerer Grundrechtsverletzungen durch die libysche Küstenwache zu prüfen und diese Zusammenarbeit zu beenden, wenn diese Verstöße nachgewiesen werden.

Die Abgeordneten fordern außerdem, dass die Kommission Vorschläge vorlegt, um die Finanzierung von Drittländern davon abhängig zu machen, dass diese bei der Bewältigung der Migrationsströme zusammenarbeiten und Menschenhändler und Schleuser bekämpfen.

Hintergrund

Such- und Rettungsaktionen sowie Ausschiffungsaktivitäten der EU-Mitgliedstaaten nicht durch einen gemeinsamen EU-Rechtsrahmen abgedeckt sind, mit Ausnahme der Aktivitäten, die im Rahmen von von Frontex geleiteten gemeinsamen Einsätzen auf See durchgeführt werden.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM), 27,633 Personen wurden als vermisst gemeldet (vermutlich tot) seit 2014 im Mittelmeer.

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