Europäisches Parlament
Sassoli: Der Tourismus muss im Mittelpunkt der Erholung Europas stehen
Auszüge aus der Rede von Präsident Sassoli (im Bild) zum Global Tourism Forum 2021.
Wie Sie wissen, leben wir in einer Zeit großer Herausforderungen. Die dramatische Krise, die durch die Pandemie ausgelöst wurde, war ein Wendepunkt, ein verheerendes und unerwartetes Ereignis. Sie hat nicht nur auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene, sondern auch in unserem Lebensstil und unseren Routinen tiefgreifende Veränderungen mit sich gebracht. Der Tourismus – eine der wichtigsten Einnahmequellen der EU – war zweifellos einer der am stärksten betroffenen Sektoren. Schätzungen zufolge erlitten einige Tourismusbereiche aufgrund der Pandemie Einbußen zwischen 70 und 80 %, was 11 Millionen Arbeitsplätze betraf.
„Europa ist weltweit das Tourismusziel Nummer eins und daher ist es von entscheidender Bedeutung, diesen Sektor zu unterstützen, da er nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit stärkt, sondern auch unseren wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung erheblich ankurbeln kann. Um dies zu erreichen, müssen wir neue Allianzen bilden, neue Instrumente zur Erleichterung der Mobilität identifizieren und gleichzeitig diese nachhaltiger, widerstandsfähiger und mit geringerer Umweltbelastung gestalten.
„Der Tourismus ist ein wichtiges Instrument, um den kulturellen Reichtum unserer Länder und Regionen zu fördern und die Idee einer solidarischen Weltbürgerschaft, die die Grundlage einer offenen und integrativen Gesellschaft ist, weiter zu stärken.
„Wenn wir das gesamte Tourismus-Ökosystem wiederbeleben und nach dieser Pandemie effektiver und widerstandsfähiger machen wollen, müssen wir die bestehenden Fördermöglichkeiten im EU-Haushalt und der Next Generation EU intelligent nutzen. Vor allem aber müssen wir gemeinsam an einer europäischen Tourismusagenda 2030/2050 arbeiten, um mittel- und langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“
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