European Patent Office
Der Europäische Erfinderpreis 2024 würdigt globale Innovatoren, die Industrie und Gesellschaft verändern
Das Europäische Patentamt (EPA) hat im Rahmen einer Zeremonie auf Malta die Gewinner des Europäischen Erfinderpreises 2024 bekannt gegeben. Die Preisträger, die aus einer Vielzahl von Kandidaten und Finalisten ausgewählt wurden, wurden für ihre innovativen Beiträge in Bereichen wie Automobilbau, Computervision, Magnettechnologie und erneuerbare Energien geehrt.
Die diesjährigen Gewinner des Europäischen Erfinderpreises wurden aus 16 Finalisten ausgewählt, die sich aus über 550 Kandidaten aus aller Welt zusammengeschlossen hatten. Die Finalisten repräsentieren 14 Länder: die Ukraine, Großbritannien, Tunesien, Deutschland, Schweden, Brasilien, die USA, Island, Polen, Finnland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Malta und Japan. Viele ihrer Innovationen zielen darauf ab, den Alltag der Menschen weltweit zu verbessern und die größten gesellschaftlichen Herausforderungen wie Umwelt, Gesundheit und nachhaltige Energie zu bewältigen.
Die Preisträger
Industrie: Fiorenzo Dioni und Richard Oberle, die mit ihren hochpräzisen Aluminiumgussverfahren die Automobilindustrie revolutioniert haben. Arbeitsweise Mehr über die Erfinder.
Forschung: Cordelia Schmid für ihre Beiträge zur Informatik, die verbesserte Anwendungen des maschinellen Lernens ermöglichen, die bis in alltägliche Technologien hineinreichen. Arbeitsweise mehr über den Erfinder.
Nicht-EPO-Länder: Masato Sagawa ist bekannt für die Entwicklung der stärksten Permanentmagnete, die für zahlreiche Hightech-Anwendungen von entscheidender Bedeutung sind. Arbeitsweise mehr über den Erfinder.
KMU: Olga Malinkiewicz und ihr Team für die Weiterentwicklung der Solarenergietechnologie mit ihren kostengünstigen und umweltfreundlichen Perowskit-Solarzellen. Arbeitsweise mehr über den Erfinder.
Lebenswerk: Dame Carol Vivien Robinson, deren Arbeit in der Massenspektrometrie die biochemische Forschung und medizinische Diagnostik erheblich vorangetrieben hat. Arbeitsweise mehr über den Erfinder.
Der Publikumspreis und der Preis für junge Erfinder
Preis für junge Erfinder
Der Preis wird seit 2022 verliehen und würdigt die Eigeninitiative und Kreativität junger Menschen. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 20,000 Euro. Die Finalisten auf den Plätzen zwei und drei erhalten jeweils 10,000 Euro und 5,000 Euro.
Erster Platz: Den ersten Preis gewann die 29-jährige niederländische Wissenschaftlerin Rochelle Niemeijer für ihren tragbaren, KI-gesteuerten Chemiebaukasten, der schnell Bakterien identifiziert, die Infektionen wie Harnwegsinfektionen verursachen. Diese Erfindung ermöglicht schnellere und genauere medizinische Behandlungsentscheidungen. Arbeitsweise mehr über den Erfinder.
Zweiter Platz: Valentyn Frechka, ein 23-jähriger ukrainischer Erfinder, belegte den zweiten Platz für die Entwicklung einer Methode, mit der aus abgefallenen Blättern nachhaltig Papier hergestellt werden kann, wodurch der Bedarf an Baumfällungen für die Papierproduktion deutlich reduziert wird. Arbeitsweise mehr über den Erfinder.
Dritter Platz: Das junge tunesische Team bestehend aus Khaoula Ben Ahmed, Ghofrane Ayari, Souleima Ben Temime und Sirine Ayari erhielt den dritten Platz für sein innovatives intelligentes Rollstuhlsteuerungssystem, das die Mobilität und Autonomie von Menschen mit körperlichen Behinderungen verbessert. Arbeitsweise mehr über den Erfinder.
Populärer Preis
Die von der Öffentlichkeit gewählte Gewinnerin dieses Jahres ist Olga Malinkiewicz, die gleichzeitig auch Gewinnerin der Kategorie KMU für ihre Pionierarbeit im Bereich des Druckens von Solarmodulen ist.
Die nächste Verleihung des Preises für junge Erfinder findet 2025 in Island statt
Während der heutigen Preisverleihung in Malta kündigte das Europäische Patentamt (EPA) ab 2025 ein neues Konzept für den Preis an. Ab dem kommenden Jahr wird der Preis alle zwei Jahre verliehen. Die kommende Ausgabe konzentriert sich auf junge Innovatoren unter 30 Jahren, deren Erfindungen eines oder mehrere der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen adressieren. Eine unabhängige Jury aus ehemaligen Finalisten wird die Einsendungen bewerten und so ein faires und fundiertes Auswahlverfahren gewährleisten, das den Innovationsgeist und die Leistungen der nächsten Erfindergeneration würdigt. Die Ausgabe 2025 findet in Island statt und markiert den ersten dieser neu auf zwei Jahre ausgerichteten Preise. Nominierungszeitraum für alle Technologiebereiche ist von heute bis Ende September geöffnet.
Ab 2026 kehrt das EPA in jedem zweiten Jahr zum ursprünglichen Konzept des Europäischen Erfinderpreises zurück und verleiht ihn in den traditionellen Kategorien „Industrie“, „Forschung“, „KMU“, „Nicht-EPO-Staaten“, „Lebenswerk“ und „Publikumspreis“.
Teile diesen Artikel:
EU Reporter veröffentlicht Artikel aus verschiedenen externen Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen entsprechen nicht unbedingt denen von EU Reporter. Bitte lesen Sie den vollständigen Inhalt von EU Reporter. Veröffentlichungsbedingungen Weitere Informationen: EU Reporter nutzt künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Verbesserung der journalistischen Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit und gewährleistet gleichzeitig eine strenge menschliche redaktionelle Kontrolle, ethische Standards und Transparenz bei allen KI-gestützten Inhalten. Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht von EU Reporter. KI-Richtlinie .
-
Europäische KommissionVor 4 TagenDie Kommission veranstaltet das erste Forum zur Wasserresilienz, um Maßnahmen gegen Europas wachsende Wasserprobleme voranzutreiben.
-
AserbaidschanVor 3 TagenFriedensbildung durch Vernetzung: Ein strategischer Blick auf den Normalisierungsprozess zwischen Aserbaidschan und Armenien
-
InternetVor 4 TagenDie Kommission verhängt Bußgelder in Höhe von 120 Millionen Euro gemäß dem Gesetz über digitale Dienste.
-
EU-FinanzrahmenVor 3 TagenKommission legt umfangreiches Paket zur vollständigen Integration der EU-Finanzmärkte vor
