Europäische Kommission
Die Kommission startet Dialoge mit den Mitgliedstaaten, um eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in ganz Europa zu gewährleisten.
Die Ergebnisse der Dialoge stellen einen bedeutenden Schritt hin zur Erreichung einer resilienten Wasserversorgung in der EU dar.
Im Rahmen der Umsetzung des EU-Strategie zur WasserresilienzDie Kommission startet eine Reihe strukturierter Wasserdialoge mit den Mitgliedstaaten, um gemeinsam die Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele der EU-Wassergesetzgebung zu beschleunigen.
Nach Angaben der US-Organisation jüngsten Bericht Was den Zustand der Gewässer in der EU betrifft, so erreichen nur 39.5 % der Oberflächengewässer in der EU einen guten ökologischen Zustand und nur 26.8 % einen guten chemischen Zustand.
Der Bericht stellte fest, dass zwar einige Fortschritte bei der Erreichung der EU-Ziele für Wasserqualität, Wassermenge und Hochwasservorsorge erzielt wurden, jedoch europaweit schnellere Fortschritte erforderlich sind, um die Gewässer zu schützen und die Hochwasserrisiken besser zu bewältigen.
Kommissar für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft Jessica Roswallbefasst, sagte:
"Wir kennen die Herausforderungen im Wassersektor, vor denen wir in ganz Europa stehen. Jetzt ist es an der Zeit, einander zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu finden. Diese Dialoge bieten die Möglichkeit zur Zusammenarbeit, bei der jede Stimme zur Entwicklung wirksamer Lösungen beitragen kann. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, unsere gemeinsamen Ziele im Wasserbereich zu erreichen und eine wassersichere Zukunft für alle zu gewährleisten.
Die Dialoge sollen die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der länderspezifischen Empfehlungen zur Verbesserung des Wassermanagements bis 2027 unterstützen, die im Rahmen der jüngsten Bewertung der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinieden Hochwasserrichtlinieund der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie.
Die Dialoge, die zwischen 2025 und 2027 mit jedem Mitgliedstaat geführt werden, umfassen vorbereitende technische Treffen zwischen der Kommission und den nationalen Verwaltungen und gipfeln in einer politischen Diskussion unter der Leitung von Kommissar Roswall und dem/den zuständigen Minister(n) für Wasserwirtschaft.
Die Ergebnisse dieser Dialoge stellen einen bedeutenden Schritt hin zur Erreichung einer resilienten Wasserversorgung in der EU dar.
Hintergrund
Die Wasserressourcen der EU stehen unter erheblichem Druck durch nicht nachhaltige Landnutzung, hydromorphologische Veränderungen, Verschmutzung, Klimawandel, steigenden Wasserbedarf, Urbanisierung und Bevölkerungswachstum.
Das Europäische Wasserresilienzstrategie Ziel ist es, diese Herausforderungen durch die Wiederherstellung und den Schutz des Wasserkreislaufs, die Sicherstellung von sauberem und bezahlbarem Wasser für alle und die Schaffung einer nachhaltigen, widerstandsfähigen, intelligenten und wettbewerbsfähigen Wasserwirtschaft in Europa zu bewältigen.
Die Verbesserung der Wasserpolitik und die Umsetzung der bestehenden EU-Wassergesetze sind zentrale Ziele der Strategie. Die umfassende Strategie unterstützt die Mitgliedstaaten bei einem effizienteren Wassermanagement, sowohl durch die Umsetzung der geltenden EU-Wassergesetzgebung als auch durch über 30 gezielte Maßnahmen. Mitgliedstaaten, Regionen und Kommunen, aber auch Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sind die wichtigsten Akteure für eine resiliente Wasserversorgung.
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten sicherzustellen, dass alle Oberflächengewässer (Seen, Flüsse, Übergangs- und Küstengewässer) und Grundwasser bis 2015 einen guten Wasserqualitätszustand erreichen. Diese Frist kann unter bestimmten Bedingungen bis 2027 verschoben werden.
Das Hochwasserrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, hochwassergefährdete Gebiete zu identifizieren und zu kartieren sowie Pläne zur Minimierung des Risikos und potenzieller Schäden durch Hochwasserrisikomanagementpläne zu entwickeln.
Mehr Infos
Maßnahmen-Tracker für die Strategie zur Stärkung der Wasserresilienz | Europäische Kommission
Teile diesen Artikel:
EU Reporter veröffentlicht Artikel aus verschiedenen externen Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen entsprechen nicht unbedingt denen von EU Reporter. Bitte lesen Sie den vollständigen Inhalt von EU Reporter. Veröffentlichungsbedingungen Weitere Informationen: EU Reporter nutzt künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Verbesserung der journalistischen Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit und gewährleistet gleichzeitig eine strenge menschliche redaktionelle Kontrolle, ethische Standards und Transparenz bei allen KI-gestützten Inhalten. Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht von EU Reporter. KI-Richtlinie .
-
Europäische KommissionVor 5 TagenDie Kommission veranstaltet das erste Forum zur Wasserresilienz, um Maßnahmen gegen Europas wachsende Wasserprobleme voranzutreiben.
-
AserbaidschanVor 4 TagenFriedensbildung durch Vernetzung: Ein strategischer Blick auf den Normalisierungsprozess zwischen Aserbaidschan und Armenien
-
China-EUVor 3 TagenWas wird Chinas 15. Fünfjahresplan der Welt bringen?
-
KatastrophenVor 5 TagenDie Waldbrandsaison in Europa dehnt sich aus, wie ein neuer Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) zeigt.
