Baltikum
Einigung über Fangmöglichkeiten in der Ostsee bis 2024 erzielt
Im Anschluss daran hat der Rat eine Einigung über die Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2024 erzielt Vorschlag der Kommission gemacht im August dieses Jahres. Der Rat ist dem Vorschlag in Bezug auf die zulässigen Gesamtfangmengen (TACs) für drei Bestände gefolgt – Scholle (Rollover), Lachs im Finnischen Meerbusen (+7 %) und Lachs im Hauptbecken (-15 %).
Angesichts der besonderen Umweltsituation in der Ostsee hat der Rat beschlossen, Beifangmengen für die Bestände an westlichem Hering, westlichem Kabeljau und östlichem Kabeljau festzulegen. Diese dürfen nur dann gefangen werden, wenn sie versehentlich beim Fischfang auf andere Bestände gefangen werden. Die bestehenden Abhilfemaßnahmen bleiben erhalten. Die heutige Einigung ermöglicht somit die Fortsetzung einer gesunden Fischerei auf Scholle, Rigaer Hering, Lachs im Finnischen Meerbusen und Sprotte.
Der Rat beschloss außerdem, die gezielte Fischerei auf Hering in der zentralen Ostsee und Bottnischen Hering mit TACs von 40 t bzw. 368 t zuzulassen. Für zentralen Hering wird eine 55-tägige Sperrung eingeführt, um die Ansammlung von Laichern zu schützen.
Der für Umwelt, Meere und Fischerei zuständige Kommissar Virginijus Sinkevičius erklärte: „Die heutige Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber wir tragen die Verantwortung, die Fangmöglichkeiten so festzulegen, dass sich die Bestände zum Wohle unserer Fischer und ihrer Gemeinden erholen können. Wir sollten uns unserer dringendsten Herausforderung stellen: dem ökologischen Zustand der Ostsee. Unsere Fischer erwarten konkrete Maßnahmen ihrer Länder zur Verbesserung des Zustands der Ostsee. Ich habe es schon oft gesagt und es heute gegenüber den Ministern erneut wiederholt: Es ist Zeit, die Ostsee zu retten.“
Die Ostsee ist das am stärksten verschmutzte Meer Europas. Es ist vom Verlust der biologischen Vielfalt, dem Klimawandel, Eutrophierung, Überfischung und einem erhöhten Schadstoffgehalt wie Arzneimitteln und Abfall betroffen.
Kommissar SinkevičiusDie Presseerklärung im Anschluss an den Rat finden Sie ..
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