Verbrechen
Kommission legt neuen EU-Fahrplan mit vorrangigen Maßnahmen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Drogenhandels vor
Die Kommission nimmt eine an EU-Roadmap den Kampf gegen den Drogenhandel und kriminelle Netzwerke zu verstärken und dabei auf den bisher vorgelegten gesetzgeberischen und operativen Initiativen aufzubauen. Der Drogenhandel ist heute eine der größten Sicherheitsbedrohungen für die EU. Die Sicherstellungen von Kokain in der EU erreichen ein Rekordniveau, allein im Jahr 303 wurden 2021 Tonnen beschlagnahmt. Die Aktivitäten krimineller Netzwerke haben sich in ihrem Ausmaß, ihrer Komplexität und ihren gewalttätigen Folgen weiterentwickelt.
Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Drogenhandels ist eine Priorität für die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten und ihre internationalen Partner. Wir müssen die Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, gemeinsam angehen; Aus diesem Grund schlägt die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat vor, die im Fahrplan dargelegten vorrangigen Maßnahmen und mittel- bis langfristigen Maßnahmen uneingeschränkt zu unterstützen.
Die gezielte Reaktion der EU verstärken
Die jüngsten Erfolge im Kampf der EU gegen kriminelle Netzwerke zeigen, dass sie auf dem richtigen Weg ist, um auf diese neuen Bedrohungen zu reagieren. Angesichts der sich ständig weiterentwickelnden kriminellen Aktivitäten weltweit besteht jedoch ein ständiger Bedarf, die kollektive Reaktion der EU anzupassen und zu ergänzen. Der Fahrplan legt konkrete und zielgerichtete Maßnahmen fest Die entstehenden Lücken sollen mit 17 Maßnahmen in vier Schwerpunktbereichen geschlossen werden:
- Eine neue europäische Hafenallianz die Widerstandsfähigkeit der Häfen gegen kriminelle Unterwanderung zu erhöhen, indem die Arbeit der Zollbehörden, der Strafverfolgungsbehörden sowie öffentlicher und privater Akteure in den Häfen in der gesamten EU gestärkt wird. Zum Beispiel durch modernste Scan- und Gerätetechnik.
- Zerschlagung hochriskanter krimineller Netzwerke durch die Erleichterung finanzieller und digitaler Ermittlungen, die Kartierung der größten kriminellen Netzwerke, die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen spezialisierten Staatsanwälten und Richtern und die Nutzung der Ausschreibungen des Schengener Informationssystems (SIS).
- Maßnahmen zur Verhinderung organisierter Kriminalität durch den Austausch bewährter Verfahren und Leitlinien zwischen den Mitgliedstaaten, um das Eindringen dieser Gruppen in die Gesellschaft und die legale Wirtschaft zu verhindern, die Rekrutierung junger Menschen durch kriminelle Gruppen zu verhindern, die öffentliche Sicherheit und Gesundheit zu verbessern und den Zugang zu Drogenausgangsstoffen wirksamer einzuschränken.
- Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zur Bewältigung der globalen Bedrohung, unter anderem durch einen verstärkten Informationsaustausch, gemeinsame Operationen auf den Hauptrouten des Drogenhandels und eine Stärkung der Strafverfolgung und justiziellen Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Ländern.
Arbeiten Sie an der vollständigen Umsetzung des EU-Strategien gegen organisierte Kriminalität und Drogen Die Kommission verpflichtet sich, diese zusätzlichen Maßnahmen im Laufe der Jahre 2023 und 2024 in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, EU-Agenturen und -Einrichtungen in vollem Umfang von allen relevanten Akteuren fortzusetzen.
Nächste Schritte
Die Kommission wird eng mit den Mitgliedstaaten und ihren Partnern zusammenarbeiten, um die in diesem Fahrplan festgelegten Ziele zu erreichen.
Die Kommission fordert das Europäische Parlament und den Rat auf, das zu verabschieden Richtlinie zur Einziehung und Vermögensabschöpfung, die Überarbeitung der Prüm-Verordnung, die Regeln zur Vernetzung von Bankkontoregistern, die vorgeschlagen Geldwäschebekämpfung Gesetzespaket und die Richtlinie zur strafrechtlichen Bekämpfung der Korruption, die für die Intensivierung der Bemühungen der EU zur wirksamen Bekämpfung der Aktivitäten organisierter Kriminalität in der gesamten EU von entscheidender Bedeutung sind. Die Kommission bekräftigt ihre Zusage, zur Verwirklichung dieses Ziels eng mit den beiden gesetzgebenden Organen zusammenzuarbeiten.
Die Kommission verpflichtet sich außerdem, bis Ende 20 eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zur organisierten Kriminalität im Rahmen des Fonds für die innere Sicherheit im Umfang von 2023 Mio. EUR zu veröffentlichen. Eine EU-Drogenagentur soll im Sommer 2024 ihre Arbeit aufnehmen.
Hintergrund
Die Kommission setzt die Umsetzung der EU-Strategie zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität 2021–2025 sowie der EU-Drogenstrategie und des EU-Aktionsplans 2021–2025 fort. Im Einklang mit diesen Strategien hat die Kommission Legislativvorschläge zur Stärkung der Vorschriften zur Bekämpfung krimineller Netzwerke vorgelegt, darunter eine Stärkung der Richtlinie zur Vermögensabschöpfung und -einziehung sowie ein Paket von Legislativvorschlägen zur Stärkung der EU-Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung.
Darüber hinaus wurden die Strafverfolgungskapazitäten durch die Stärkung des Europol-Mandats gestärkt. Schließlich hat die EU ihre Unterstützung für die Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten durch die Europäische Multidisziplinäre Plattform gegen kriminelle Bedrohungen (EMPACT) verstärkt. Diese Plattform ist nun ein dauerhaftes Instrument und verfügt über mehr Mittel.
Mehr Infos
Mitteilung über den EU-Fahrplan zur Bekämpfung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität
Website der GD HOME zur Drogenpolitik
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