Europäische Kommission
Die Abgeordneten bestätigen die Bulgarin Iliana Ivanova als neue Kommissarin
Iliana Ivanova übernimmt das Amt der EU-Kommissarin von Maria Gabriel, die zurücktrat, um im Rahmen einer neuen Koalitionsvereinbarung Bulgariens stellvertretende Ministerpräsidentin zu werden. Der neue Kommissar für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend hat ein kurzes, aber interessantes Mandat vor sich.
Ivanova stammt aus den Reihen der Mitte-Rechts-Partei GERB, der Partei des ehemaligen bulgarischen Premierministers Bojko Borissow. Von 2009 bis 2012 war Ivanova Mitglied des Europäischen Parlaments. Während dieser Zeit war sie stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Haushaltskontrolle und stellvertretende Vorsitzende des Sonderausschusses zur Wirtschafts-, Finanz- und Sozialkrise. Ivanova beendete ihre Amtszeit als Europaabgeordnete und ist seit 2013 Mitglied des Europäischen Rechnungshofs.
Für ihre Rolle als neue Kommissarin für Innovation, Forschung und Bildung trat sie gegen Daniel Lorer an, einen bulgarischen Abgeordneten, der von der Regierung von Premierminister Nikolai Denkov vorgeschlagen wurde. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat dem Europäischen Parlament und dem Rat Überlegungen zur Ernennung von Ivanova vorgelegt.
Der Kommissar für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend hat zwei Aufgaben. Es ist für alle Bildungs- und Jugendaustauschprogramme der EU wie das bekannte ERASMUS-Programm zuständig, deckt aber auch Innovation, Technologie und Entwicklung ab.
Wichtigste Erkenntnisse aus Ivanovas Anhörung:
- Forschungsfonds der EU – Ivanova betonte die Bedeutung einer stärkeren internationalen Forschungszusammenarbeit und des Zugangs zum Forschungsfonds der EU, was zu mehr Geld für Technologieunternehmer führen könnte.
- Unterstützung des Zugangs des Vereinigten Königreichs und der Schweiz zu Horizon Europe – einem Programm zur Förderung der internationalen Forschungszusammenarbeit und zur Bündelung von Ressourcen zwischen der EU und anderen europäischen Ländern. Obwohl dies als eines von Ivanovas Hauptzielen hervorgehoben wurde, wäre das Ziel an sich in so kurzer Zeit schwer zu erreichen, da es hier mehr um zwischenstaatliche Verhandlungen als um den freien Willen des Kommissars geht.
- Zum Abschluss ihrer Anhörung wurde hervorgehoben, dass es zu den wichtigsten Vorzügen von Ivanova gehört, die Finanzen verfügbar und dennoch effizient zu halten.
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