Europäische Kommission
Das Europäische Patentamt gibt die Finalisten für seinen allerersten Preis für junge Erfinder bekannt
Ein KI-gesteuertes Abfallmanagementsystem, biologisch abbaubare Absorptionsmittel zur Bekämpfung der Menstruationsarmut und eine App zur Früherkennung der Parkinson-Krankheit sind die drei Problemlösungsinitiativen, die von den ersten Finalisten des Preises für junge Erfinder entwickelt wurden, einer neu ins Leben gerufenen Auszeichnung des Europäischen Patentamts, die die nächste Generation von Erfindern inspirieren soll.
Der Preis für junge Erfinder würdigt Einzelpersonen oder Teams von Innovatoren im Alter von 30 Jahren und jünger. Er würdigt die Kreativität und das aufstrebende Talent junger Erfinder, die technologische Lösungen entwickeln, die die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung und unser Leben positiv für eine bessere Zukunft beeinflussen.
„Es ist uns eine Ehre, die Finalisten unseres ersten Preises für junge Erfinder bekannt zu geben“, sagte EPA-Präsident António Campinos. „Ihr Einfallsreichtum und ihre Beharrlichkeit sind für uns alle eine Inspiration und unterstreichen die entscheidende Rolle, die die nächste Generation von Innovatoren für den Aufbau einer nachhaltigeren Welt spielen wird.“
Der Gewinner des Preises für junge Erfinder wird bei der Verleihung des Europäischen Erfinderpreises 2022 bekannt gegeben. Diese findet statt praktisch am 21. Juni. Der Gewinner erhält einen Geldpreis von 20 EUR, die Finalisten auf dem zweiten und dritten Platz erhalten 000 EUR bzw. 10 EUR.
Neben dem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit zeichnet sich die Eröffnungsveranstaltung durch eine ausgewogene Vertretung der Geschlechter aus. Die Finalisten kommen aus vier Ländern: Brasilien, Belgien, Großbritannien und den USA. Sie wurden von einer Jury aus einem Pool von Hunderten von Kandidaten und Erfinderteams ausgewählt, die von Mitgliedern der Öffentlichkeit, nationalen Patentämtern in ganz Europa und EPA-Mitarbeitern vorgeschlagen wurden.
Die Finalisten 2022 sind:
Rafaella de Bona Gonçalves (Brasilien):
Biologisch abbaubare Binden und Tampons zur Bekämpfung der Periodenarmut
Um das weit verbreitete Problem der Periodenarmut zu bekämpfen, entwickelte Rafaella de Bona Gonçalves biologisch abbaubare Menstruationsprodukte für benachteiligte Gruppen in ihrem Land. Dabei verwendete sie biologisch abbaubare Fasern, wie sie zum Beispiel aus den in Brasilien leicht verfügbaren Abfällen der Bananenernte stammen.
Victor Dewulf und Peter Hedley (Belgien/Vereinigtes Königreich):
KI-gesteuertes Abfallmanagement
Ausgehend von einem ersten Prototyp, der mit aus Müllcontainern geholtem Abfall und einem bei eBay gekauften Laufband funktionierte, entwickelten Victor Dewulf und Peter Hedley ein KI-gesteuertes Erkennungs- und Sortiersystem, mit dem Müllentsorgungsanlagen Müll schnell und präzise trennen und so dafür sorgen können, dass mehr recycelt wird.
Erin Smith (Vereinigte Staaten):
KI ermöglicht frühere Behandlung neuer Parkinson-Patienten
Inspiriert von YouTube-Videos des Schauspielers und Parkinson-Patienten Michael J. Fox entwickelte die amerikanische Studentin Erin Smith eine KI-gestützte App, die anhand von Videomaterial eine Früherkennung der Parkinson-Krankheit ermöglicht und so ein früheres Eingreifen ermöglichen und so die Entwicklung der Krankheit verlangsamen kann.
Hinweise an den Herausgeber
Über den Nachwuchserfinderpreis
Das Europäische Patentamt hat den Preis für junge Erfinder 2021 ins Leben gerufen, um die nächste Generation von Erfindern zu inspirieren. Er richtet sich an Innovatoren im Alter von 30 Jahren oder jünger aus aller Welt und würdigt Initiativen, die mithilfe von Technologie zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der UN beitragen. Der Gewinner erhält 20 EUR, der zweit- und drittplatzierte Finalist erhält 000 EUR bzw. 10 EUR. Ein unabhängiger Jury aus ehemaligen Finalisten des Europäischen Erfinderpreises wählt die Finalisten und den Gewinner aus. Das EPA verleiht den ersten Preis im Virtuelle Zeremonie der Europäischen Erfinderpreise am 21. Juni. Im Gegensatz zu den traditionellen Preiskategorien benötigen die Finalisten des Young Inventors Prize kein erteiltes europäisches Patent, um für den Preis in Betracht gezogen zu werden. Lesen Sie mehr auf der Teilnahmeberechtigung und Auswahlkriterien für den Preis „Junge Erfinder“.
Über das EPA
Mit 6,400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Europäische Patentamt (EPA) eine der größten europäischen Behörden. Der Hauptsitz befindet sich in München, Niederlassungen gibt es in Berlin, Brüssel, Den Haag und Wien. Das EPA wurde mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit in Europa im Patentwesen zu stärken. Dank des zentralisierten Patenterteilungsverfahrens des EPA können Erfinder hochwertigen Patentschutz in bis zu 44 Ländern erlangen, was einem Markt von rund 700 Millionen Menschen entspricht. Das EPA ist zudem die weltweit führende Behörde für Patentinformation und Patentrecherche.
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