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Baltikum

Ostsee: Einigung über Fischerei 2022 erzielt

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Der Rat der Europäischen Union hat eine Einigung über die Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2022 auf der Grundlage der Vorschlag der Kommission. Die Einigung kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für die Ostsee, da Umweltbelastungen und Herausforderungen durch die Verschmutzung auch die Fischbestände beeinträchtigen. Der für Umwelt, Meere und Fischerei zuständige Kommissar Virginijus Sinkevičius begrüßte die Einigung: „Die Wiederherstellung der Meeresumwelt und der Fischbestände in der Ostsee steht im Mittelpunkt des Ansatzes der Kommission zur Festlegung der Fangmöglichkeiten, und ich freue mich, dass der Rat zugestimmt hat, diesem Ansatz für die meisten Bestände zu folgen. In den letzten Jahren hatten die Probleme in der Ostsee verheerende Auswirkungen auf unsere Fischer. Deshalb ist unser umfassender Ansatz mit konkreten, auf die Umwelt ausgerichteten Maßnahmen von entscheidender Bedeutung. Die getroffenen Entscheidungen sind schwierig, aber notwendig, damit die Ostsee auch heute und in Zukunft die Lebensgrundlage für Fischer und Fischerinnen bleiben kann.“ 

Der Rat hat Fangmöglichkeiten für mehrere Bestände mit erheblichen Kürzungen angenommen, wie etwa -88 % für Dorsch in der westlichen Ostsee. Sie einigte sich auch auf zusätzliche Maßnahmen zur Bestandsbewirtschaftung, wie die Beschränkung des Fischfangs auf unvermeidbare Beifänge von Lachs im südlichen Hauptbecken und westlichem Hering sowie eine längere Sperrung des Laichens und ein Verbot der Freizeitfischerei auf Dorsch in der westlichen Ostsee. Die Einigung über die Gemeinsame Empfehlung der baltischen Mitgliedstaaten für selektivere Fanggeräte für Plattfische ist ein Schritt im Fischereimanagement, der es ermöglichte, die zulässige Gesamtfangmenge (TAC) für Scholle entsprechend zu erhöhen, ohne die maroden Kabeljaubestände zu gefährden. Der Rat vereinbarte Erhöhungen für Hering im Rigaer Meerbusen, Sprotte und Lachs im Finnischen Meerbusen. Mehr Infos dazu Nachricht.

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