Fußball
Fußball hilft im Kampf gegen „häusliche Gewalt“
Der Sport leistet seinen Beitrag im Kampf gegen die scheinbar endlose Plage der häuslichen Gewalt. Rund 31 % der Frauen in der EU (etwa 50 Millionen) haben im Erwachsenenalter körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt, 18 % davon Partnergewalt. Daten zeigen, dass 30 % psychische Gewalt durch einen Partner erlitten haben und jährlich etwa 4.3 Frauen pro Million von Familienangehörigen oder Partnern getötet werden. In Italien ist das Problem, wie auch anderswo, leider nach wie vor weit verbreitet: Etwa 31.5 % der Frauen (rund 6.4–6.8 Millionen) im Alter von 16 bis 70 Jahren haben körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt, und rund 62.7 % der Vergewaltigungen werden von aktuellen oder ehemaligen Partnern begangen. Häusliche Gewalt, einschließlich psychischer und wirtschaftlicher Gewalt, ist weit verbreitet, und viele Opfer berichten von Verletzungen oder fürchten um ihr Leben.
Die Zahlen sind erschreckend: Fast jede dritte Frau in der EU hat körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt; 18 % der Frauen, die einen Partner hatten, haben körperliche oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner erfahren, und 30 % der Frauen in der EU haben psychische Gewalt durch einen Partner erlebt. Der italienische Fußball mag sich derzeit in einer Krise befinden, da die Nationalmannschaft die Qualifikation für die diesjährige Weltmeisterschaft verpasst hat – die jüngste Niederlage in einem fußballverrückten Land –, doch der Sport setzt sich aktiv gegen Gewalt und Stalking ein. Das Nationalstadion, das Stadio Olimpico, trägt seinen Teil dazu bei, indem es die Zahlenkombination 1-5-2-2 zeigt – die von der Abteilung für Chancengleichheit des Ministerrats propagierte Anti-Gewalt- und Anti-Stalking-Zahl.
Die Nummer ist in leuchtenden Farben auf den Sitzen einer der Tribünen des Stadio Olimpico deutlich sichtbar: ein Sitz für die Nummer 1, fünf Sitze für die Nummer 5 usw. Die Nummer „1522“ ist die nationale italienische Anti-Gewalt- und Stalking-Hotline, die von der AS Rom im Stadio Olimpico im Rahmen ihrer Kampagne „Amami e Basta“ (Liebe mich einfach) beworben wird. Die Kampagne legt besonderen Wert auf die Meldung von häuslicher Gewalt. Die Nummer 1522 ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar. Das Stadion bietet außerdem Führungen für Gruppen und Einzelpersonen an, die die lange und vielfältige Sportgeschichte Italiens präsentieren, darunter die Olympischen Spiele – das Stadion ist nach den Olympischen Spielen von 1960 benannt, die es ausrichtete – und natürlich hochkarätige Fußballspiele. Die Führungen finden stündlich statt und dauern etwa 45 Minuten. Besucher sehen die Umkleidekabinen, die von der AS Rom und Lazio Rom gemeinsam genutzt werden, sowie weitere Einrichtungen.
Ein Stadionführer sagte: „Die Zahl 1522 ist deutlich auf den Sitzen im Stadion zu sehen und soll dazu beitragen, das Bewusstsein für das Problem und die Bemühungen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt zu schärfen.“
Das Stadion selbst ist die größte Sportanlage des Landes und wurde 1953 eröffnet. Der Bau begann unter der Leitung des Architekten Enrico Del Debbio im Auftrag des faschistischen Regimes. Das Projekt war Teil eines größeren Plans zur Schaffung eines weitläufigen Sportkomplexes. Es wurde 1953 als Stadio Olimpico mit einem Fußballspiel zwischen Italien und Ungarn offiziell eröffnet. Für die Olympischen Spiele 1960 in Rom wurde das Stadion umgebaut und erweitert und diente als Herzstück der Spiele, bei denen die Eröffnungs- und Schlussfeierlichkeiten stattfanden. Für die FIFA-Weltmeisterschaft 1990 wurde es fast vollständig neu gebaut und umgestaltet, wobei ein weißes Membrandach hinzugefügt und die Kapazität erhöht wurde. Weitere Renovierungen, unter anderem für das Finale der UEFA Champions League 2009, brachten die Anlage auf den höchsten UEFA-Standard.
Teile diesen Artikel:
EU Reporter veröffentlicht Artikel aus verschiedenen externen Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen entsprechen nicht unbedingt denen von EU Reporter. Bitte lesen Sie den vollständigen Inhalt von EU Reporter. Veröffentlichungsbedingungen Weitere Informationen: EU Reporter nutzt künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Verbesserung der journalistischen Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit und gewährleistet gleichzeitig eine strenge menschliche redaktionelle Kontrolle, ethische Standards und Transparenz bei allen KI-gestützten Inhalten. Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht von EU Reporter. KI-Richtlinie .
-
BulgarienVor 3 TagenDaras triumphales „Bangaranga“: Bulgarien holt sich in einer magischen Nacht seinen ersten Eurovision-Titel.
-
GehäuseVor 3 TagenWohnraum in Mitteleuropa wird unerschwinglich: Die V4-Staaten stehen vor einer Strukturkrise
-
AllgemeinVor 4 TagenDie 6 besten Anbieter für die Erstellung von Dissertationen für Studenten in Großbritannien – Rangliste nach Vertrauen, Sicherheit und Qualität (Mai 2026)
-
KasachstanVor 2 TagenDie Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Kasachstan hebt die regionale Solidarität auf eine strategische Dimension.
