Ebola
Frankreich meldet ersten Ebola-Fall und die WHO startet erste Studien.
Frankreich hat seinen ersten importierten Fall einer Ebola-Virus-Erkrankung aus Bundibugyo bestätigt, die mit dem anhaltenden Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) in Verbindung steht. Bei dem Patienten handelt es sich um einen humanitären Helfer, der aus einem von Ebola betroffenen Gebiet im Osten der DRK zurückkehrte.
In einer Erklärung versuchte das französische Gesundheitsministerium, die Öffentlichkeit zu beruhigen und teilte mit, dass der Patient umgehend in eine Spezialklinik eingeliefert wurde und sich in einem stabilen Zustand befinde.
Das Ministerium betonte, dass Frankreich über umfangreiche Erfahrung im Umgang mit hochinfektiösen Krankheiten verfüge und der Patient unter strengen Biosicherheitsbedingungen, einschließlich der Isolation in einem Unterdruckraum, behandelt werde. Die Behörden haben eine umfassende epidemiologische Untersuchung eingeleitet, um alle Personen zu ermitteln, die möglicherweise mit dem Patienten in Kontakt gekommen sind.
Kontaktpersonen müssen sich 21 Tage lang selbst isolieren und werden von den regionalen Gesundheitsbehörden überwacht. Auch für französische Helfer, die aus betroffenen Regionen zurückkehren, wurde ein spezielles Überwachungsprogramm eingerichtet.
Nach der Bestätigung des französischen Falls rief das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) die europäischen Länder zur Wachsamkeit auf und forderte die Mitgliedstaaten auf, ihre Vorsorgemaßnahmen weiter zu verstärken. Es fügte hinzu: „Das Risiko einer anhaltenden Übertragung innerhalb der EU/des EWR ist sehr gering, vorausgesetzt, es sind wirksame Maßnahmen zur Früherkennung, Isolierung und Behandlung von Patienten vorhanden.“
Die Gesundheitsbehörden bekräftigten, dass Ebola durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Menschen oder Tiere übertragen wird und nicht über die Luft verbreitet wird. Gesundheitspersonal und Personen, die eng mit betroffenen Gemeinschaften zusammenarbeiten, sind weiterhin dem größten Infektionsrisiko ausgesetzt.
In einer Pressekonferenz der WHO warnte Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass trotz Fortschritten bei der Eindämmung des Ausbruchs weiterhin erhebliche Herausforderungen bestünden.
„Die koordinierte Reaktion auf den Ausbruch beginnt zu greifen, aber ein weiterer Ausbau ist erforderlich“, sagte Tedros. Er wies auf … hin.

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