Gesundheit
Krebsverbände fordern die EU-Abgeordneten auf, schwächere Sicherheitsregeln für Kosmetika abzulehnen.
In einem Brief an die Mitglieder der Verbraucherschutz- und Umweltausschüsse des Europäischen Parlaments fordert die Vereinigung der Europäischen Krebsligen (ECL) das Europäische Parlament auf, strenge Schutzmaßnahmen gegen krebserregende Stoffe in Kosmetika aufrechtzuerhalten.
Im Rahmen der Bemühungen um eine Vereinfachung der EU-Gesetzgebung hat die Europäische Kommission im Rahmen ihres „Chemikalien-Omnibus“ Änderungen an der EU-Kosmetikverordnung vorgeschlagen. Das Schreiben erfolgt im Vorfeld zweier wichtiger Abstimmungen in einem gemeinsamen Ausschuss, die für morgen (15. April) angesetzt sind.
Ein Schritt zurück
„Eine Senkung des Schutzniveaus würde nicht nur das Risiko einer kumulativen Exposition gegenüber Karzinogenen erhöhen, sondern auch den starken Verpflichtungen der EU im Rahmen des Europäischen Krebsbekämpfungsplans – einem Entwurf für strengere Gesetze und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und zur Krebsprävention – widersprechen“, schreibt Dr. Wolfgang Fecke, Geschäftsführer der Association of European Cancer Leagues (ECL).
„Das Europäische Parlament hat in den letzten Jahren stets eine ambitionierte Haltung im Kampf gegen Krebs bewiesen. Jede Lockerung der derzeitigen Beschränkungen für krebserregende Chemikalien in Kosmetika wäre ein erheblicher Rückschritt beim Schutz der öffentlichen Gesundheit.“
ECL argumentiert, dass die Änderungen die Position erheblich schwächen würden...

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