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Gesundheit

Hangzhou Jiuge Biotech treibt die Membranproteinproduktion mit dem P2X1-Antikörper P007 voran

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Die innovative Membranprotein-Produktionstechnologie von Hangzhou Jiuge Biotech eröffnet der europäischen Pharmaindustrie neue Kooperationsmöglichkeiten. (Quelle: Hangzhou Jiuge Biotech)

Angesichts steigender F&E-Kosten und zunehmender Innovationsherausforderungen in der globalen Pharmaindustrie hat das chinesische Biotechnologieunternehmen Hangzhou Jiuge Biotech einen bedeutenden Durchbruch in der Membranproteinproduktion erzielt und damit neue Möglichkeiten für internationale pharmazeutische Kooperationen eröffnet. Der vom Unternehmen entwickelte monoklonale Antikörper P2X1 P007 hat nicht nur langjährige technische Engpässe der Branche überwunden, sondern auch bemerkenswertes klinisches Potenzial in der Anti-Aging-Forschung sowie in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und Sepsis gezeigt.

Das Rätsel der „Sandburg“ in der Branche lösen

Im Bereich der biopharmazeutischen Forschung und Entwicklung machen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) und Ionenkanäle die Hälfte aller von der FDA zugelassenen Wirkstoffziele aus und besitzen einen außergewöhnlichen klinischen Wert. Dennoch wurden diese Transmembranproteine ​​in der Antikörper-Wirkstoffentwicklung lange Zeit als „Sandburgen“ bezeichnet. Ihre komplexe Struktur und die zahlreichen Transmembrandomänen führen dazu, dass ihre native Konformation zusammenbricht und sie nach dem Entfernen aus der Phospholipidumgebung der Zellmembran inaktiv werden.

Diese physikalische Eigenschaft hat zu einer langjährigen technischen Herausforderung geführt: Traditionelle Screening-Methoden sind äußerst ineffizient. Die Schwierigkeit, funktionell stabile Antigenproteine ​​zu gewinnen, hat Forscher lange Zeit gezwungen, für das immunologische Screening auf Peptidfragmente zurückzugreifen. Die so identifizierten Antikörper können zwar an ihre Zielstrukturen binden, lösen aber keine effektiven biologischen Regulationsfunktionen aus. Weltweit kämpfen unzählige multinationale Pharmaunternehmen und führende Forschungsteams mit der Herausforderung, bioaktive Proteine ​​herzustellen, wodurch viele theoretisch vielversprechende Zielstrukturen ohne praktikable Therapieoptionen bleiben. Diese Kluft zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung wird in der Entwicklung biologischer Arzneimittel als das „Tal des Todes“ bezeichnet.

Die von Hangzhou Jiuge Biotech entwickelte neuartige Technologie zur Membranproteinproduktion überwindet diesen globalen technischen Engpass durch ihr einzigartiges Prozessdesign und ihre innovative Reinigungsstrategie. Die rekombinanten Ionenkanalproteine ​​des Unternehmens behalten ihre native Konformation und weisen eine biologische Aktivität auf, die der endogener Proteine ​​entspricht. Damit wird ein umfassendes technisches Fundament für die Entwicklung funktioneller monoklonaler Antikörper-Arzneimittel geschaffen.

Bahnbrechende Anwendungsperspektiven in drei Therapiebereichen

Präklinische Daten für den monoklonalen Antikörper P007 haben vielversprechende Ergebnisse gezeigt:

In der Onkologie zielt dieser Antikörper auf die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs ab, der als „König der Krebsarten“ gilt. Aufgrund seiner hohen Malignität, der Schwierigkeit der Früherkennung und der begrenzten wirksamen Behandlungsmöglichkeiten gab es bisher nur wenige vielversprechende Therapieoptionen für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Durch die gezielte Bindung an den P2X1-Rezeptor soll der monoklonale Antikörper P007 die Immunmikroumgebung des Tumors verändern, die Proliferation und Invasion von Tumorzellen hemmen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs eine neue Behandlungsoption bieten.

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In der Anti-Aging-Forschung haben präklinische Tierstudien gezeigt, dass dieser monoklonale Antikörper (mAb) die durchschnittliche Lebensspanne von Versuchsmäusen um etwa 34 % verlängern kann, wobei über 70 % der behandelten Mäuse signifikante Verbesserungen zeigten. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Regulation des P2X1-Rezeptors eng mit Entzündungs- und Stoffwechselprozessen im Zusammenhang mit dem Altern verknüpft sein könnte. Der monoklonale Antikörper P007 hat das Potenzial, ein vielversprechender Wirkstoffkandidat für die Langlebigkeitsforschung zu werden und eröffnet damit neue Wege in der Entwicklung von Anti-Aging-Medikamenten.

Im Bereich der Intensivmedizin erweist sich der Mechanismus, durch den dieser Antikörper die Neutrophilenfunktion reguliert, ebenfalls als äußerst wertvoll. Die Pathogenese der Sepsis, einer häufigen akuten und lebensbedrohlichen Erkrankung in der klinischen Praxis, ist eng mit einer gestörten Neutrophilen-Chemotaxis verknüpft. Der monoklonale Antikörper P007 kann die normale Neutrophilen-Chemotaxis effektiv wiederherstellen, das Ungleichgewicht der systemischen Entzündungsreaktionen korrigieren und, in hohen Dosen verabreicht, Sepsis-Patienten im Notfall retten. Er stellt somit eine wichtige Verteidigungslinie zum Schutz des Lebens kritisch kranker Patienten dar.

Fundiertes technisches Fachwissen und Potenzial für internationale Zusammenarbeit

Dieser technologische Durchbruch besitzt einen hohen wissenschaftlichen Wert und eröffnet bedeutende Möglichkeiten für die internationale Zusammenarbeit der pharmazeutischen Industrie. Der Erfolg des monoklonalen Antikörpers P007 ist kein Zufall; das Kernteam der Forschung und Entwicklung verfügt seit über einem Jahrzehnt über umfassende Expertise im Bereich der Antikörper. 2012 gründeten die Firmengründer Fan Chunlei und Cheng Yinkai Jucheng Biotechnology, ein auf Antikörperforschung und -entwicklung spezialisiertes Unternehmen. Das Team spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung anspruchsvoller, spezifischer Antikörper wie STAT3 und SENP1 und veröffentlichte bahnbrechende Ergebnisse in renommierten internationalen Fachzeitschriften wie Science und Cell. Dank ihrer soliden technischen Basis erreichten die vom Team während der Pandemie entwickelten und produzierten COVID-19-Antigen-Nachweiskits bei Stichproben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den dritten Platz in puncto Genauigkeit.

Laut Unternehmensangaben wurde der auf dieser Technologieplattform entwickelte P2X1-Antikörper für die Durchflusszytometrie erfolgreich durch einen wertvollen Technologietransfer kommerzialisiert. Er stieß bei mehreren weltweit renommierten Pharmaunternehmen auf großes Interesse an einer gemeinsamen Weiterentwicklung dieses technischen Ansatzes. Diese konkrete, wertorientierte Anerkennung aus der Branche unterstreicht den Wert der Technologieplattform im Bereich der Antikörperentwicklung gegen Membranproteine.

Globaler Entwicklungsplan und Marktchancen

Ein Unternehmenssprecher von Hangzhou Jiuge Biotech erklärte, dass der klinische Fortschritt des monoklonalen Antikörpers P007 einen wichtigen Meilenstein in der translationalen Anwendung des firmeneigenen Technologiesystems darstellt. Das Projekt bietet eine Lösung für internationale technische Herausforderungen und hat seinen kommerziellen Wert am Markt bestätigt.

Für die europäische Pharmaindustrie bietet diese innovative Technologie ein neues Instrument zur Erforschung und Behandlung von bisher als „nicht medikamentös behandelbar“ geltenden Zielstrukturen. Sie birgt zudem das Potenzial, die Entwicklung entsprechender Medikamente zu beschleunigen. Angesichts der sich vertiefenden chinesisch-europäischen Biotech-Kooperation eröffnen solche proprietären Technologieplattformen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Arzneimittelforschung und -entwicklung.

Mit Blick auf die Zukunft hat Hangzhou Jiuge Biotech einen klaren und ambitionierten globalen Entwicklungsplan formuliert. Nach dem Start der klinischen Studien für den monoklonalen Antikörper P007 konzentriert das Unternehmen seine Ressourcen auf die beschleunigte Erhebung klinischer Daten und die Zulassungsverfahren in China und den USA. Das Unternehmen plant, die multizentrischen klinischen Studien in den kommenden Jahren kontinuierlich voranzutreiben und mit aussagekräftigen klinischen Nutzendaten den globalen Markt zu erschließen.

Unterdessen beschleunigt Jiuge Biotech mithilfe seiner validierten und ausgereiften Plattform zur Herstellung neuartiger Membranproteine ​​den Ausbau seiner Pipeline für weitere „nicht medikamentös behandelbare“ Zielstrukturen, mit dem Ziel, den Erfolg von P007 zu wiederholen und mehr ungedeckte klinische Bedürfnisse bei neurologischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und anderen Therapiegebieten zu adressieren.

Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach innovativen Technologien in der Pharmaindustrie wird der Wert solcher bahnbrechender Plattformen noch deutlicher. Für internationale Pharmaunternehmen, die mit auslaufenden Patenten und dem Druck auf ihre Forschungs- und Entwicklungspipeline konfrontiert sind, könnte die Zusammenarbeit mit innovativen chinesischen Biotech-Unternehmen ein entscheidender Motor für den Fortschritt der Branche werden.

(Quelle: Hangzhou Jiuge Biotech)

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