Agrarwirtschaft
#Coronavirus - Die Kommission ergreift zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung des Agrar- und Ernährungssektors
Die Europäische Kommission hat zwei Maßnahmen zur Unterstützung des Agrar- und Ernährungssektors verabschiedet. Die Maßnahmen werden den Cashflow der Landwirte erhöhen und den Verwaltungsaufwand sowohl für die nationalen und regionalen Behörden als auch für die Landwirte in diesen besonders schwierigen Zeiten verringern.
Um den Cashflow der Landwirte zu erhöhen, wird die Kommission die Vorschüsse für Direktzahlungen (von 50% auf 70%) und Zahlungen für die Entwicklung des ländlichen Raums (von 75% auf 85%) erhöhen. Die Landwirte werden diese Vorschüsse ab Mitte Oktober erhalten. Für zusätzliche Flexibilität können die Mitgliedstaaten die Landwirte bezahlen, bevor sie alle Kontrollen vor Ort abschließen.
Die heute verabschiedete zweite Maßnahme reduziert die Anzahl der physischen Zulassungsprüfungen vor Ort für den vorherrschenden Teil des GAP-Haushalts von 5% auf 3%. Unter den gegenwärtigen außergewöhnlichen Umständen ist es entscheidend, den physischen Kontakt zwischen Landwirten und Inspektoren zu minimieren.
Die Kommission bietet auch Flexibilität hinsichtlich des Zeitpunkts der Kontrollen. Die Mitgliedstaaten können alternative Informationsquellen verwenden, um die traditionellen Besuche auf dem Bauernhof zu ersetzen (z. B. Satellitenbilder oder Fotos mit Geotags, um nachzuweisen, dass Investitionen getätigt wurden). Dies ermöglicht den effizientesten Einsatz von Ressourcen, die Einhaltung der Beschränkungsvorschriften und verringert den Verwaltungsaufwand sowie unnötige Verzögerungen bei der Bearbeitung von Beihilfeanträgen, um sicherzustellen, dass die Landwirte in kürzester Zeit unterstützt werden.
Weitere Informationen über die Maßnahmen und frühere Unterstützung der Kommission für den Agrarsektor im Zusammenhang mit der aktuellen Gesundheitskrise ist online verfügbar.
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