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#Gesundheit: Schaldemose – „Auf Energydrinks dürfen keine gesundheitsbezogenen Angaben stehen“

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Energy-DrinksSollten Energydrinks und zuckerhaltige Getränke auf ihren Etiketten angeben dürfen, dass das enthaltene Koffein die Aufmerksamkeit und Konzentration steigert? Der Ausschuss für öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Parlaments befürchtet, dass dies Kinder und Jugendliche betreffen könnte, die die Hauptkonsumenten von Energydrinks sind. Am Mittwoch, den 15. Juni, werden die Ausschussmitglieder darüber diskutieren, ob sie gegen einen Vorschlag der Europäischen Kommission stimmen sollen, der dies zulässt. Christel Schaldemose, die für die Abstimmung der Pläne durch das Parlament zuständig ist, erklärt, warum sie dagegen ist.

In der EU dürfen auf dem Etikett nur dann Behauptungen aufgestellt werden, dass ein Lebensmittel gesundheitsfördernd wirkt – zum Beispiel durch Gewichtsreduzierung oder Stärkung des Immunsystems –, wenn dies wissenschaftlich belegt ist. Für die Bewertung der wissenschaftlichen Belege ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zuständig.

Die Kommission will nun gesundheitsbezogene Angaben zu Koffein zulassen, mit Ausnahme von Medikamenten und Produkten für Kinder und Jugendliche. Dies könnte jedoch dazu führen, dass sie auf Energy-Drinks gesetzt werden, die vor allem von Jugendlichen konsumiert werden. Diese Getränke enthalten viel Zucker und ein hoher Zuckerkonsum in jungen Jahren könnte später im Leben zu einem erhöhten Zuckerkonsum führen. Energy-Drinks werden auch mit Schlafproblemen, Kopfschmerzen und Verhaltensproblemen bei jungen Menschen in Verbindung gebracht, die sie regelmäßig konsumieren.

Ein Grund mehr für die dänische S&D-Abgeordnete Schaldemose, diese gesundheitsbezogenen Angaben auf den Etiketten von Energydrinks nicht zuzulassen. „Statistiken zufolge trinken viele junge Menschen und sogar Kinder viele dieser Energydrinks“, sagte sie. „Es geht also nicht nur um das Koffein, sondern auch darum, dass Energydrinks viel Zucker enthalten. Und wir sind der Meinung, dass auf diesen Getränken keine gesundheitsbezogenen Angaben gemacht werden sollten.“

Schaldemose fügte hinzu, es gehe nicht darum, Energydrinks für junge Menschen zu verbieten, sondern ihnen nicht zu sagen, dass sie dadurch in der Schule bessere Leistungen erbringen würden: „Wir werden nicht sagen, dass Erwachsene keinen Kaffee oder Energydrinks trinken sollten. Wir wollen den Unternehmen nur nicht dabei helfen, viel Geld mit einer gesundheitsbezogenen Aussage zu verdienen, die unserer Meinung nach für junge Kinder ungeeignet ist.“

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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