Ebola
#ebola EU begrüßt Ende der Ebola-Übertragungen und wird auch weiterhin die betroffenen Länder zu unterstützen
Die Weltgesundheitsorganisation hat erklärt, dass die Ebola-Übertragungen in Westafrika vorerst beendet seien. Liberia verzeichnet heute (14. Januar) seit 42 Tagen keine neuen Ebola-Fälle mehr – ein wichtiger Meilenstein, den auch die Nachbarländer Guinea und Sierra Leone im vergangenen November und Dezember überschritten haben.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die größte Ebola-Epidemie seit Beginn der Aufzeichnungen mit 11,300 Todesfällen bei 28,600 Fällen seit ihrer Ausrufung im März 2014 einen tragischen Tribut an Menschenleben gefordert.
Zu diesem Anlass erklärte der EU-Ebola-Koordinator und Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides: „Heute vor einem Jahr schien das Ende der Ebola-Epidemie unvorstellbar. Doch dank des Einsatzes von Gesundheitspersonal, Bürgern und Regierungen in den drei betroffenen Ländern sowie einer beispiellosen internationalen Reaktion ist der Kampf gegen die Krankheit gewonnen. Ich möchte allen danken, die sich monatelang dafür eingesetzt haben, die Zahl der Fälle auf Null zu senken – ein Erfolg, den es zu feiern gilt.“
Von Anfang an hat die Europäische Union eine Vorreiterrolle bei der internationalen Reaktion auf die Ebola-Epidemie eingenommen. Wir haben medizinisches Material, Labore und Epidemiologen bereitgestellt. Wir haben eine medizinische Evakuierungseinrichtung der EU für alle internationalen Gesundheitshelfer in der Region eingerichtet. Wir haben die großartige Arbeit von Nichtregierungsorganisationen und den Vereinten Nationen bei der Behandlung der Ebola-Opfer und der Bewältigung ihrer Folgen finanziell unterstützt.
Insgesamt hat die EU gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten fast zwei Milliarden Euro für humanitäre Hilfe, technisches Fachwissen, längerfristige Entwicklungshilfe sowie die Forschung zu Impfstoffen und Behandlungsmethoden mobilisiert. Wir verlagern unsere Maßnahmen nun von der Nothilfe auf die Entwicklungshilfe und legen dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Bedürfnisse der Überlebenden.
Trotz der heutigen Erklärung, dass der Ebola-Ausbruch in Westafrika vorbei sei, dürfen wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Das Risiko einer erneuten Infektion ist viel größer als gedacht, wie die zahlreichen Rückfälle in Liberia seit Mai 2015 gezeigt haben.
Es gibt aber auch Lehren zu ziehen. Das internationale System muss die Versäumnisse beheben, die sich in der unzureichenden Reaktion auf die Krankheit in den ersten Monaten des Jahres 2014 allzu deutlich gezeigt haben. In diesem Zusammenhang richtet die Europäische Union ein Europäisches Medizinisches Korps ein, mit dessen Hilfe medizinische Teams und Ausrüstung aus unseren Mitgliedstaaten rasch eingesetzt werden können, um künftige gesundheitliche Notfälle zu bewältigen. Es wird weitere Krisen wie diese geben. Wir müssen besser vorbereitet sein.
Es ist außerdem wichtiger denn je, die drei Länder beim Wiederaufbau und der Stärkung ihrer Gesundheitssysteme zu unterstützen und in wirksame und belastbare Warn- und Reaktionsmechanismen zu investieren. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die EU bleibt ihrer Zusage, die betroffenen Länder zu unterstützen, treu. Wir werden Liberia, Sierra Leone und Guinea so lange wie nötig zur Seite stehen.
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