Globales Gateway
Global Gateway: Die Europäische Union investiert fast 300 Millionen Euro in den Pazifikraum
Die Europäische Union und der Pazifikraum werden im Einklang mit der Global Gateway-Strategie der EU knapp 300 Millionen Euro investieren, um die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und die Widerstandsfähigkeit der Region gegen den Klimawandel zu fördern. Grundlage dafür ist ein Paket regionaler und nationaler Investitionen sowie Haushaltstransfers. EU-Kommissar für internationale Partnerschaften, Jozef Síkela, kündigte das Paket – eines der größten Investitionsabkommen zwischen der EU und dem Pazifikraum aller Zeiten – auf dem EU-Pazifik-Wirtschaftsforum in Fidschi an.
Kommissar Síkela erklärte: „Der Erfolg des ersten EU-Pazifik-Wirtschaftsforums zeigt, wie viel Potenzial wir in der Partnerschaft mit dieser Region sehen. Mit fast 300 Millionen Euro an neuen Investitionen und Budgethilfe konzentrieren wir uns auf die Prioritäten des Pazifikraums – von Klimaresilienz und nachhaltigen Ozeanen bis hin zu erneuerbaren Energien, digitaler Souveränität und Ernährungssicherheit. Diese Projekte werden den pazifischen Gemeinschaften konkrete Vorteile bringen und gleichzeitig neue Chancen für Europa eröffnen. Das zeichnet unsere Zusammenarbeit aus: Sie ist langfristig, für beide Seiten von Vorteil und basiert auf einer gleichberechtigten Partnerschaft.“
Das gesamte Investitionspaket konzentriert sich auf die folgenden strategischen Sektoren: Ozean, Klimawandel und Umwelt; erneuerbare Energien; Wasser, Sanitärversorgung und Gesundheit; Landwirtschaft, Handel, Regierungsführung und Infrastruktur.
Ozean, Klimawandel und Umwelt
Ozean und Umwelt sind für das Überleben der pazifischen Gemeinschaften von grundlegender Bedeutung. Aus diesem Grund werden regionale und länderspezifische Initiativen im Gesamtwert von 80.2 Millionen Euro die Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit und klimafreundliche Unternehmen in der gesamten Region stärken, mit Schwerpunkt auf Fidschi, Französisch-Polynesien, Neukaledonien und Wallis und Futuna.
Energie
Regionale und lokale Initiativen mit insgesamt 53.3 Millionen Euro sollen erneuerbare und nachhaltige Energien fördern. Auf nationaler Ebene wird damit unter anderem ein Programm für nachhaltige Energie auf den Salomonen unterstützt, die Effizienz des Energiesektors in Tonga gesteigert und zwei Solarkraftwerke in Papua-Neuguinea gebaut.
Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene
Die Bemühungen zur Stärkung des Wasser-, Sanitär- und Gesundheitssektors in Papua-Neuguinea und Samoa werden mit 19 Millionen Euro unterstützt, um sicherzustellen, dass die Bevölkerung dort Zugang zu sauberem Wasser und den notwendigen Wasserdienstleistungen hat.
Gute Führung
Der Aufbau von Resilienz und die Stärkung der Regierungsführung ermöglichen die Entwicklung hochwertiger Infrastruktur und des Privatsektors. In diesem Zusammenhang unterstützt die EU den Pazifikraum mit insgesamt 50.9 Millionen Euro und unterstützt wichtige Initiativen in Papua-Neuguinea, auf den Salomonen und in Timor-Leste.
Agrarwirtschaft
Die erneute Unterstützung in Höhe von 24 Millionen Euro wird die Wertschöpfungsketten im Agrarsektor Vanuatus stärken und dem Kokosnusssektor Tuvalus einen starken Impuls verleihen.
Infrastruktur
Infrastrukturinvestitionen im Wert von 39.7 Millionen Euro, die für die Salomonen, Papua-Neuguinea und Kiribati vorgesehen sind, werden die Lebensgrundlagen vor Ort stärken, die Beschäftigungszahlen steigern und Verbindungen schaffen (Sanierung der Fiu-Brücke und des Hafens von Rabaul, Bau des Hafens in Kiribati) und den Gemeinden vor allem dauerhafte wirtschaftliche Vorteile bringen.
Handel/Privatsektor
Ohne einen dynamischen Privatsektor ist nachhaltige Entwicklung nicht möglich. Die Förderung des Handels zwischen unseren Regionen ist daher von entscheidender Bedeutung. Die EU stellt 26.8 Millionen Euro bereit, um den Handel und die grüne und blaue Wirtschaft im Pazifikraum und in Timor-Leste zu fördern. Dies ist ein sicherer Weg, lokale Gemeinschaften zu unterstützen und gleichzeitig ihre Umwelt zu schützen. Durch die Einrichtung von Projekten wie dem Matanataki Fund – einem von Frauen geführten Privatfonds, der durch die Mobilisierung des Privatsektors die Notwendigkeit einer stärkeren Klimaresilienz und Anpassung der kleinen pazifischen Inseln angeht – werden Fortschritte im pazifischen Privatsektor erzielt.
Darüber hinaus beabsichtigt die EU, als direkte Folge und Fortsetzung des Wirtschaftsforums eine bilaterale EU-Pazifik-Einheit zu gründen, die sich ausschließlich auf Handel und Gewerbe konzentriert.
Das EU-Pacific Business Forum wird alle zwei Jahre stattfinden und eine regelmäßige Plattform zur Stärkung langfristiger Wirtschaftsbeziehungen bieten.
Über Global Gateway
Global Gateway ist das positive Angebot der EU, die weltweiten Investitionsunterschiede zu verringern, intelligente, saubere und sichere Verbindungen in den Bereichen Digital, Energie und Verkehr zu fördern und die Gesundheits-, Bildungs- und Forschungssysteme zu stärken.
Die Global Gateway-Strategie verkörpert einen Team-Europe-Ansatz, der die Europäische Union, die EU-Mitgliedstaaten und europäische Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen, darunter die Europäische Investitionsbank, zusammenbringt. Ziel dieses Ansatzes ist es, zwischen 300 und 2021 bis zu 2027 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Investitionen zu mobilisieren, wichtige Verbindungen statt Abhängigkeiten zu schaffen und die globale Investitionslücke zu schließen.
Mehr Infos
EU-Pazifik-Wirtschaftsforum - Europäische Kommission
Global Gateway – Europäische Kommission
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