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Belarus

Belarus: Wird es Änderungen geben?

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Belarus ist seit fast vier Monaten von Protesten erschüttert. Seit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen am 9. August hat die Opposition nicht aufgehört, Änderungen im Land zu fordern. Es ist allen klar, dass Lukaschenko, der das Land seit 26 Jahren regiert, gehen muss. Dies geschieht aber noch nicht. In den wichtigsten Städten Weißrusslands werden regelmäßig Massenkundgebungen organisiert, die von den Behörden aufgelöst werden. Hunderte von Menschen werden verhaftet, und Bilder des Vorgehens gegen Demonstrationen sind auf Weltfernsehbildschirmen bekannt geworden. schreibt Alex Ivanov, Moskauer Korrespondent.

Europe and America have already imposed all possible sanctions against Minsk and constantly say that the government in the country is illegitimate. However, there is no real change. All neighbors have turned against Belarus, and the informal leader of the protests – Tikhanovskaya – has already become a more popular character in the media than the indomitable President Trump.

Was passiert wirklich in diesem kleinen Land, in dem die Menschen beharrlich nach Wegen suchen, um ein besseres Leben aufzubauen und eine neue Ordnung in ihrem Staat zu schaffen?

Belarus ist eine ehemalige Republik des einst großen Sowjetreichs, die dank der geschickten geopolitischen Chirurgie der sowjetischen Führer, die die Sowjetunion nach der kommunistischen Revolution von 1917 schufen, Teil des internationalen geografischen und politischen Systems wurde.

World history can hardly predict for sure whether the world’s chronicle would ever have known about countries like Belarus, Ukraine, Moldova, and many other parts of the former Soviet Union if the Russian Empire had not collapsed. This is not offensive at all to these countries, this is a mere reality. Now it’s part of the geopolitics that everyone has to reckon with and take for granted. History does not know the subjunctive mood. What happened, happened, and you can’t go back.

Belarus befindet sich in einer sehr schwierigen Phase seiner Entwicklung. Leider verstehen die meisten Nachbarn dies nicht und versuchen, Standardschemata und Einflussmechanismen auf das Land anzuwenden. Niemand versucht, die Gefühle der Menschen in diesem kleinen Land mit weniger als 10 Millionen Einwohnern zu verstehen und zu verstehen, was sie wirklich wollen.

Weißrussland ist größtenteils eine Geisel des Zusammenbruchs der ehemaligen Sowjetunion geworden. 1991 verfügte dieser neue postsowjetische Staat noch nicht über die notwendigen Elemente der Unabhängigkeit und der demokratischen Grundlagen. All dies hatte erhebliche Auswirkungen auf die Tatsache, dass die Staatsmacht hauptsächlich zu den bisherigen Methoden der autoritären Herrschaft zurückkehrte, weit entfernt von den Prinzipien einer Marktwirtschaft und demokratischen Regierungsmethoden.

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Jetzt ist das Land auf der Suche nach seiner Identität. Das ist nicht einfach. Leider ist das Land einem starken externen Druck ausgesetzt. Zu viele ausländische Akteure versuchen, Weißrussland ihren eigenen Weg aus der Krise zu bieten, was den demokratischen Kräften im Land wahrscheinlich nicht helfen wird.

Es ist auch klar, dass Lukaschenko versucht, seine Position zu behaupten und an der Macht festzuhalten. Er hat die harte antirussische Rhetorik lange aufgegeben und versucht, Loyalität gegenüber Moskau zu demonstrieren. Zum Teil gelingt es ihm. Kürzlich wurde Minsk vom russischen Außenminister Sergej Lawrow besucht. Es wurden Erklärungen zur Bereitschaft zur Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit abgegeben.

In Russland, das selbst einem beispiellosen internationalen Druck in Bezug auf den Fall Navalny, Nord Stream 2, den Iran, die Ukraine und andere Forderungen ausgesetzt ist, scheint Solidarität aus Weißrussland von Vorteil zu sein. Dies ist aber nur auf den ersten Blick. Es ist unwahrscheinlich, dass der Kreml in naher Zukunft mit einer Systemkrise seines engsten Verbündeten zufrieden sein wird. Obwohl Moskau äußerlich entschlossen ist, Minsk in seiner Opposition gegen den Westen zu unterstützen, ist dies strategisch nicht der Fall.

There is no doubt that Russia will continue to support Belarus. It is absolutely certain that Moscow will resist attempts to provoke any “color revolutions” in its neighbor’s realm.

Das Schicksal von Lukaschenko dürfte jedoch im Rahmen einer zivilisierten Machtübertragung entschieden werden, da alle Voraussetzungen dafür bereits reif sind.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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