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#Türkei: Die Ausweitung der humanitären EU-Programme zur Unterstützung von 1.7 Millionen Flüchtlingen erhält grünes Licht

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Krisenmanagement-Kommissarin Janez Lenarčič sagte: „Die EU wird Flüchtlinge in der Türkei unterstützen, solange der humanitäre Bedarf besteht. Diese neue Finanzierung zeigt unsere tiefe Sorge um die Schwächsten, insbesondere jetzt, wo das Coronavirus seine ohnehin schon schlimme Situation weiter verschärft hat. Dank der Partnerschaft zwischen humanitären Organisationen, den türkischen Behörden und der EU helfen unsere humanitären Programme Flüchtlingen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und ihre Würde zu wahren. “

Eines der Programme – das Emergency Social Safety Net (ESSN) – unterstützt über 1.7 Millionen Flüchtlinge monatlich mit finanzieller Unterstützung. Es handelt sich um das größte humanitäre Programm, das jemals von der EU finanziert wurde. Das größte von der EU finanzierte humanitäre Bildungsprogramm – Conditional Cash Transfers for Education (CCTE) – unterstützt Familien, deren Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Es ermöglicht mittlerweile über 600,000 Flüchtlingskindern den Schulbesuch. Alle Programme, die humanitäre Unterstützung von der EU erhalten, werden von UN-Organisationen, der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds sowie NGOs umgesetzt.

Hintergrund

In der Türkei leben mehr als 4 Millionen Flüchtlinge, davon 70% Kinder und Frauen. Die Mehrheit der Flüchtlinge in der Türkei lebt außerhalb von Lagern. Rund 3.6 Millionen der Flüchtlingsbevölkerung sind Syrer, die vor dem anhaltenden Konflikt geflohen sind.

Die heute angekündigten Mittel kommen zu der EU-Flüchtlingsfazilität in der Türkei hinzu, die für die humanitäre Hilfe in den Jahren 2.4-2016 2019 Mrd. EUR von insgesamt 6 Mrd. EUR bereitstellte. Die ESSN- und CCTE-Programme wurden 2016 bzw. 2017 im Rahmen der EU-Flüchtlingsfazilität in der Türkei eingerichtet.

Das ESSN bietet den am stärksten gefährdeten registrierten Flüchtlingen monatliche Geldtransfers auf eine elektronische Debitkarte, um ihre Grundbedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Transport zu decken. Das CCTE-Programm finanziert zweimonatliche Geldtransfers über dieselbe Debitkarte an schutzbedürftige Flüchtlingsfamilien, deren Kinder regelmäßig zur Schule gehen.

Der humanitäre Teil der Fazilität ist vollständig ausgeschöpft, sodass zusätzliche Mittel benötigt werden, um die humanitären Programme in der Türkei fortzusetzen. Der operative Haushalt der EU für humanitäre Hilfe in der Türkei beläuft sich im Jahr 2020 nun auf 531.7 Millionen Euro, zusätzlich zu den laufenden Projekten, die über die Fazilität finanziert werden.

Mehr Infos

Humanitäre Hilfe der EU in der Türkei

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