#Coronavirus - "Wir haben starke und umfassende Maßnahmen ergriffen" Botschafter Cao Zhongming

| 13. Februar 2020

Chinesischer Botschafter Cao Zhongming

Vor dem heutigen (13. Februar) außerordentlichen Treffen der europäischen Gesundheitsminister zur Erörterung des COVID-19-Ausbruchs (Coronavirus) und der damit verbundenen Maßnahmen EU Reporter traf den chinesischen Botschafter Cao Zhongming, um mehr über Chinas Reaktion und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zu erfahren.

F: Welche Maßnahmen hat China als Reaktion auf Covid-19 ergriffen?

Der plötzliche Ausbruch von Covid-19 ist eine Herausforderung für China. Nach dem Ausbruch erließ die chinesische Regierung schnell und energisch eine Reihe strenger und umfassender Maßnahmen. Wir haben die zentrale Führungsgruppe zur Reaktion auf den neuartigen Ausbruch des Coronavirus eingerichtet und ein umfassendes, mehrstufiges Präventions- und Kontrollsystem eingerichtet, das die Zentralregierung und die lokalen Regierungen umfasst.

F: Wie hat China mit der Außenwelt, einschließlich der WHO, interagiert?

Nach dem Ausbruch der Epidemie hat China die internationale Zusammenarbeit offen, transparent und verantwortungsbewusst durchgeführt. China hat die internationale Gemeinschaft, einschließlich der WHO, so bald wie möglich über den Ausbruch informiert. Innerhalb einer Woche teilten chinesische Forscher der WHO und anderen Ländern die genetische Sequenz des Covid-19 mit und ermöglichten so die schnelle Entwicklung diagnostischer Reagenzien und Impfstoffe. Tägliche Aktualisierungen der Epidemie wurden ebenfalls bereitgestellt. Bemühungen der chinesischen Regierung waren gut erhalten von der WHO und der internationalen Gemeinschaft. China bemüht sich nach Kräften, die Epidemie einzudämmen, und ist bereit, mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um die Schulter zu bekämpfenzuSchulter und gewinne den Kampf gegen den Ausbruch.

F: Wie haben die EU-Länder auf die Epidemie reagiert? Haben sie Hilfe oder Fachwissen zur Verfügung gestellt?

Der Ausbruch hat in den EU-Ländern große Beachtung gefunden. Der Der Präsident der Europäischen Kommission, Von der Leyen, und Ministerpräsident Li Keqiang haben am Telefon gesprochen, um Chinas Kampf gegen die Epidemie zu unterstützen. Die EU hat die Mitgliedstaaten schnell koordiniert, um China mit 12 Tonnen dringend benötigter Versorgung für die Prävention und Bekämpfung von Epidemien zu versorgen. Auch deutsche, britische, französische, belgische Regierungsbeamte und Menschen aus der ganzen Gesellschaft haben China ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung ausgesprochen. Die EU hat Erfahrung im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Virusforschungsinstitute und Experten verfolgen und beteiligen sich aktiv am Kampf gegen die Epidemie. Wir danken der EU für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit. Ich glaube, dass China mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der Europäischen Union, diesen Kampf gewinnen wird.

F: Während Leben der Hauptverlust dieser Epidemie sind, entstehen auch wirtschaftliche Kosten. Wird es auch Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft haben?

Unsere wichtigste Aufgabe ist es, den Kampf gegen die Epidemie zu gewinnen und gleichzeitig deren Auswirkungen auf die Wirtschaft zu verringern. Die Epidemie wird unweigerlich einige Auswirkungen auf Chinas Handel, KMU, Industrie und Lieferkette haben. Mittel- und langfristig sind die wirtschaftlichen Grundlagen Chinas jedoch solide, und die Dynamik des schnellen Wachstums wird sich nicht ändern. Wir sind zuversichtlich, dass wir nach Überwindung der Epidemie wirksame Maßnahmen ergreifen werden, um das Wirtschaftswachstum so schnell wie möglich wiederherzustellen und zu fördern. Im Kontext der Globalisierung arbeiten China und die EU eng zusammen. Veränderungen in der chinesischen Wirtschaft werden sich auf Europa auswirken, sind jedoch nur vorübergehend und kontrollierbar. Nach dem Ende der Epidemie wird die Zusammenarbeit zwischen China und der EU so eng wie zuvor sein und die Wachstumsdynamik wird schnell wieder hergestellt.

F: Ist es zu früh zu sagen, welche Lehren aus diesem Ausbruch gezogen wurden?

Die Priorität besteht weiterhin darin, die Epidemie zu bekämpfen. Der Ausbruch ist seit einiger Zeit aufgetreten, und wir haben einige hilfreiche Lehren aus den Reaktionsbemühungen gezogen. Das erste ist, dass wir als Reaktion auf die Epidemie landesweit Ressourcen mobilisiert haben. Zweitens haben wir die Anstrengungen intensiviert und die Bereitstellung von Ressourcen für die am stärksten betroffenen Gebiete priorisiert - diesmal das Epizentrum von Hubei und Wuhan. Wir haben außerdem behördenübergreifende und umfassende Präventions- und Kontrollmaßnahmen verabschiedet, um sicherzustellen, dass die Arbeit im ganzen Land vorangebracht wird. Die dritte besteht darin, offen, transparent und verantwortungsbewusst mit der internationalen Gemeinschaft angesichts von Notfällen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zusammenzuarbeiten. Dies ist auch das, was wir 2003 von SARS gelernt haben. Viertens müssen wir den professionellen und maßgeblichen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation folgen. und keine übermäßigen Maßnahmen ergreifen und angemessene und rationale Maßnahmen ergreifen. Dies hilft, Vertrauen aufzubauen und keine Panik zu verursachen.

F: Einige europäische Länder haben Reisehinweise für Staatsangehörige herausgegeben, um unnötige Reisen nach Hubei zu vermeiden. Wann können diese Maßnahmen aufgehoben werden?

Die WHO hat wiederholt beratend gegen und is sogar gegen übermäßige Reise- und Handelsbeschränkungen. Wir glauben, dass die Länder den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation folgen sollten. Wir respektieren rationale und wissenschaftlich fundierte Vorsichtsmaßnahmen der Länder. In China verbessert sich die Situation allmählich. Neue Fälle außerhalb von Wuhan in der Provinz Hubei sind an 6 aufeinander folgenden Tagen (5.-11. Februar) zurückgegangen. Nachdem sich die Situation verbessert hat, ist zu hoffen, dass die Länder zu ihren normalen Praktiken zurückkehren.

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