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Deutsche Koalition fordert nach rechtem Streit Neuwahlen in #Thüringen

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Die deutsche Regierungskoalition hat am Samstag (8. Februar) Neuwahlen im östlichen Bundesland Thüringen ausgerufen, dessen wirtschaftsfreundlicher Ministerpräsident nur zwei Tage zurücktrat, nachdem er durch Stimmen der extremen Rechten in das Amt verholfen worden war. schreibt Andreas Rinke.

Am Donnerstag (6. Februar) hat Thomas Kemmerich (Abbildung) der FDP kam als erster Ministerpräsident eines Landes mit Unterstützung der rechtsextremen AfD an die Macht, die sich bei der Abstimmung auf die Seite der Christdemokraten (CDU) von Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte.

Kemmerich habe am Samstag seinen sofortigen Rücktritt erklärt, teilte der Thüringer Landesverband der FDP auf Twitter mit. Dies veranlasste die Vorsitzenden der Regierungsparteien Deutschlands – CDU, Christlich-Soziale Union (CSU) und Sozialdemokraten (SPD) –, Neuwahlen zu fordern.

„Die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten mit einer Mehrheit, die nur mit den Stimmen der AfD zustande kam, ist unverzeihlich“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Es müsse umgehend ein neuer Ministerpräsident gewählt werden.

Für die CDU ist der Skandal besonders schädlich, weil der AfD-Ableger in Thüringen von Björn Höcke geleitet wird, einem militant ausländerfeindlichen Politiker, der einen radikalen Flügel seiner Partei anführt, der vom Inlandsgeheimdienst auf mögliche verfassungswidrige Aktivitäten überwacht wird.

Eine Umfrage vom Freitag (7. Februar) ergab, dass die Unterstützung der CDU in Thüringen um etwa 10 % zurückging.

Der Skandal hat auch CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, eine Schützlingin von Bundeskanzlerin Angela Merkel, geschwächt. Kramp-Karrenbauer wird von vielen als potenzielle Nachfolgerin Merkels angesehen und kämpft darum, ihre Kontrolle über die konservative Partei zu behaupten, nachdem die Thüringer Partei sich ihr widersetzt und sich auf die Seite der AfD gestellt hat.

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Gastbeitrag - Meinung

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