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Das deutsche #Schnabel wird das # ECB-Gelddruckprogramm überwachen

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Die neue deutsche Kandidatin für den Rat der Europäischen Zentralbank, Isabel Schnabel (Abbildung), wurde die Verantwortung für die Marktoperationen der EZB übertragen, wozu auch die Durchführung ihres umfangreichen Gelddruckprogramms gehört, teilte die EZB mit. schreibt Francesco Canepa.

Die Ernennung ist Teil einer umfassenderen Umstrukturierung der EZB-Direktoriumsämter unter der neuen Präsidentin Christine Lagarde und stellt einen diplomatischen Sieg für Deutschland dar, wo die Politik des lockeren Geldes der Notenbank zutiefst unpopulär ist.

Schnabel selbst hat erklärt, sie hätte im September gegen eine Wiederaufnahme des Billionen Euro schweren Anleihenkaufprogramms gestimmt, auch wenn sie dieses für ein sinnvolles Instrument hält und die Notwendigkeit einer Beibehaltung einer lockeren Politik erkennt.

Im Rahmen der auf der Website der EZB veröffentlichten Umstrukturierung wird das andere neue Vorstandsmitglied, der Italiener Fabio Panetta, die Zentralbank in internationalen Foren vertreten.

Dies waren die begehrtesten Portfolios, nachdem Benoit Coeures Amtszeit am 31. Dezember auslief.

Neben anderen Änderungen wird Schnabel die Forschungsabteilung der EZB leiten, die bislang in den Zuständigkeitsbereich von Vizepräsident Luis de Guindos fiel, der nun für das Risikomanagement verantwortlich sein wird.

Dieses Ressort hatte Sabine Lautenschläger, die frühere deutsche Repräsentantin im EZB-Direktorium, inne, bis sie im Herbst aufgrund von Uneinigkeit mit dem Kurs der EZB unerwartet zurücktrat.

Das aus sechs Personen bestehende Direktorium der EZB leitet die Institution und unterbreitet dem beschlussfassenden EZB-Rat, dem die Chefs der 19 nationalen Zentralbanken der Eurozone angehören, Vorschläge.

Obwohl die Mitglieder des Exekutivdirektoriums eigentlich unabhängig von ihrem Herkunftsland sein sollten, werden sie von den nationalen Regierungen vorgeschlagen. Deutschland, Frankreich und Italien, die größten Volkswirtschaften der Eurozone, haben de facto ständige Sitze.

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Gastbeitrag - Meinung

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