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#Nicaragua - Die Abgeordneten fordern ein Ende der Unterdrückung politischer Gegner
In einer am Donnerstag (19. Dezember) angenommenen Entschließung forderten die Abgeordneten die nicaraguanische Regierung auf, die anhaltende Unterdrückung von Dissens, Folter und sexueller Gewalt gegen die politische Opposition zu beenden. Sie fordern außerdem die nicaraguanischen Behörden auf, alle willkürlich inhaftierten Personen unverzüglich freizulassen und die im Land operierenden paramilitärischen Kräfte abzubauen.
Der Text, der mit 560 gegen 12 Stimmen bei 43 Stimmenthaltungen angenommen wurde, verurteilt ferner die mangelnde Bereitschaft der nicaraguanischen Regierung, einen sinnvollen internen Dialog mit der Opposition wieder aufzunehmen, und fordert die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Behörden und der oppositionellen Bürgerallianz.
Es wird auch die Notwendigkeit hervorgehoben,
- Gewährleistung der politischen und bürgerlichen Freiheiten für alle Nicaraguaner;
- Angriffe auf Medien beenden;
- zurückbringen und mit internationalen Organisationen zusammenarbeiten, die derzeit aus dem Land ausgewiesen sind;
- die Ausweisung von Studenten aus Universitäten einstellen, weil sie gegen die Behörden protestiert haben, und
- Schaffung eines glaubwürdigen Wahlprozesses mit einem reformierten Obersten Wahlrat, um unter Anwesenheit internationaler Beobachter sofortige, faire und transparente Wahlen zu gewährleisten.
Aussetzung von Nicaragua vom Assoziierungsabkommen EU-Mittelamerika
In Anbetracht der gegenwärtigen Umstände fordert der Text schließlich die Auslösung der Demokratieklauseln im derzeitigen Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Zentralamerika, wodurch der Prozess der Aussetzung Nicaraguas von dem Abkommen effektiv in Gang gesetzt würde. Die Europaabgeordneten begründen diesen Schritt mit der Feststellung, dass die Entwicklung und Festigung der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Achtung der Menschenrechte integraler Bestandteil der EU-Außenpolitik sein müssen.
Hintergrund
In Nicaragua kam es seit Beginn der Proteste im April 2018 gegen die von Präsident Daniel Ortega verordneten Sozialversicherungsreformen zu einer Welle von Unruhen und brutalen Niederschlagungen bei Demonstranten und Oppositionsstimmen
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