#ClimateChange - Wissenschaftler warnen vor Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und die Ozeane

| 8. November 2019
Überflutete Straße © 123RF / Europäische Union – EP © 123RF / Europäische Union – EP

UN-Klimaforscher präsentierten den Abgeordneten neue Erkenntnisse darüber, wie sich der Klimawandel auf die Lebensmittelproduktion und die Ozeane auswirkt.

Das Zwischenstaatliche Gremium für Klimawandel ist das Gremium der Vereinten Nationen zur Bewertung der Wissenschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Im August präsentierte es eine Bericht über Klimawandel und Land und im September eine auf der Ozeane und Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima. Die Berichte sind die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse für den UN-Klimagipfel COP25, der im Dezember in Madrid stattfinden soll.

Die Wissenschaftler, die hinter den Berichten standen, präsentierten ihre Ergebnisse am Mittwoch, dem 6 November, vor den Ausschüssen für Umweltfragen, Entwicklung und Fischerei des Parlaments.

Nahrungsmittelproduktion und Klimawandel sind eine Einbahnstraße

Professor Jim Skea sagte, dass der Klimawandel die Landverschlechterung wie Erosion und Verschmutzung verschlimmert, was wiederum die Infrastruktur und die Lebensgrundlage der Menschen beeinträchtigt. Besseres Landmanagement kann zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen, muss aber durch andere Maßnahmen ergänzt werden, fügte er hinzu.

Dr. Jean-François Soussana wies darauf hin, dass das Lebensmittelsystem zwischen einem Fünftel und einem Drittel aller vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen ausmacht. Gleichzeitig beeinflusst der Klimawandel die Ernährungssicherheit durch sinkende Ernten von Weizen und Mais. Er warnte davor, dass die Stabilität unserer Lebensmittelversorgung in Zukunft weiter sinken würde, wenn Ausmaß und Häufigkeit extremer Wetterereignisse zunehmen.

Schmelzendes Eis, steigende Meere

Laut Wissenschaftlern beschleunigt sich der Anstieg des Meeresspiegels, vor allem weil die grönländischen und antarktischen Eisplatten schneller schmelzen.

Professor Hans-Otto Pörtner warnte, dass der Meeresspiegel in einem normalen Szenario nach Schätzung von 2300 um etwa fünf Meter ansteigt. Darüber hinaus haben Meeresbewohner bei der Erwärmung der Ozeane weniger Zugang zu Sauerstoff und Nährstoffen, wodurch die Lebensmittelsicherheit für die von Meeresfrüchten abhängigen Gemeinschaften gefährdet wird.

Pörtner fügte hinzu: „Um die Auswirkungen des Klimawandels so gering wie möglich zu halten, ist jede Erwärmung, jedes Jahr, jede Wahl und vor allem der politische und gesellschaftliche Wille von Bedeutung.“

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Kategorie: Eine Vorderseite, Klimawechsel, Umwelt, EU, Europäisches Parlament

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