#Österreichswahl: Sebastian Kurz's #PeoplesParty 'führt die Umfrage an'

| 29. September 2019
Sebastian Kurz, Vorsitzender der Österreichischen Volkspartei (ÖVP), und seine Freundin Susanne Thier treffen bei den vorgezogenen Wahlen in Wien in einem Wahllokal ein.

Österreichs konservative Volkspartei, angeführt von Bundeskanzler Sebastian Kurz (im Bild), scheint auf dem Weg zu einem klaren Wahlsieg zu sein, schreibt die BBC.

Erste prognostizierte Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kurzs Partei etwa 37% der Stimmen gewonnen hat, gegenüber 31% beim letzten Mal.

Seine ehemaligen Koalitionspartner, die rechtsextreme Freiheitspartei (FPÖ), verzeichneten mit weniger als 17% einen starken Rückgang.

Die vorgezogenen Parlamentswahlen wurden angesetzt, nachdem ein Skandal den Zusammenbruch der vorherigen Koalitionsregierung verursacht hatte.

Kurz, 33, könnte sich dafür entscheiden, sein Bündnis mit der Freiheitspartei - der Quelle des Skandals - zu erneuern, möchte aber möglicherweise andere Optionen prüfen.

Ein Drei-Wege-Pakt mit den Grünen (voraussichtlich 13.1%) und der liberalen Neos-Partei (7.8%) kommt nicht in Frage. Eine große Koalition mit den Sozialdemokraten (22.5%) wird als weniger wahrscheinlich angesehen.

Es wird allgemein erwartet, dass Koalitionsgespräche schwierig sind und wochenlang dauern können.

Wahllokale wurden um 07: 00 (05: 00 GMT) geöffnet und um 17: 00 geschlossen. Rund 6.4 Millionen Menschen waren wahlberechtigt.

Nachdem Herr Kurz am Sonntag seine Stimme abgegeben hatte, wandte er sich kurz an die Reporter.

"Unser wichtigstes Wahlziel ist, dass es keine Mehrheit [im Parlament] gegen uns gibt", sagte er.

Norbert Hofer, Vorsitzender der Österreichischen Freiheitspartei (FPÖ), kommt am 29 September im Wahllokal bei den vorgezogenen Wahlen in Pinkafeld (Österreich) anNorbert Hofer ist der neue Führer der rechtsextremen FPÖ

Norbert Hofer, Vorsitzender der von Skandalen heimgesuchten Freiheitspartei, sagte gegenüber Reportern nach seiner Abstimmung: "Für uns ist es wichtig, dass wir eine solide Basis haben, um sowohl die FPÖ als auch die Regierungsarbeit zu stärken."

Worum ging es in dem Skandal?

Es begann im Mai, als deutsche Medien ein Video mit Vizekanzler Heinz-Christian Strache, dem damaligen Vorsitzenden der FPÖ, veröffentlichten.

Das Stachelvideo wurde heimlich vor der 2017-Wahl in einer Villa auf der spanischen Insel Ibiza aufgenommen.

Darin sieht man, wie Herr Strache einer Frau, die sich als Nichte eines russischen Oligarchen ausgibt, Regierungsverträge verspricht.

Ein Wiener Anwalt, der angab, an dem Stachel beteiligt gewesen zu sein, bezeichnete ihn als ein "zivilgesellschaftliches Projekt, in dem investigativ-journalistische Ansätze verfolgt wurden".

Der "Ibizagate" -Skandal zwang Strache zum Rücktritt und veranlasste Kurz, die Koalition zwischen seiner Mitte-Rechts-Volkspartei (ÖVP) und der FPÖ zu beenden.

Das Land wird seit Juni von einer Hausmeisterregierung geführt.

Trotz der Auswirkungen scheint Kurz weitgehend unversehrt aus dem Skandal hervorgegangen zu sein.

Wie lauten die Optionen?

Die FPÖ unter ihrem neuen Vorsitzenden Norbert Hofer hofft, die Koalition mit Kurz zu erneuern.

Aber während Kurz mit der FPÖ eine harte Linie gegen die Einwanderung teilt, könnte sich der ehemalige Kanzler für einen Drei-Wege-Pakt mit den Grünen und Neos entscheiden - eine Premiere in Österreich.

Eine große Koalition mit den Sozialdemokraten (SPÖ) wird aufgrund der schlechten Beziehungen zwischen Kurz und der Mitte-Links-Führung als unwahrscheinlich angesehen, sagt Bethany Bell von der BBC in Wien.

Wer ist sebastian kurz

Als Sohn einer Sekretärin und eines Lehrers wurde er im Alter von 16 in der ÖVP aktiv.

Als Jurastudent in Wien wurde er zum Vorsitzenden des Jugendflügels der Partei gewählt. Er beendete sein Studium in 2011, um Junior-Innenminister zu werden, und stieg im Alter von 2013 zum Außenminister in 27 auf.

Zwei Jahre später legte er einen Plan zur Verbesserung der Integration von Einwanderern vor. Er lobte jedoch den populistischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und sprach sich dafür aus, die Balkan-Migrantenroute in 2016 gesperrt zu haben.

Im Mai 2017 zum Vorsitzenden gewählt, firmierte er die Partei um, als die Türkis-Bewegung von Dezember 2017 bis Mai 2019 als Kanzler fungierte, als das Ibiza-Tor die Koalition stürzte.

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Kategorie: Eine Vorderseite, Österreich, EU, Gesponserter Artikel

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