Die Kommission begrüßt die Einigung über neue Regeln, die den Weg für eine bessere Erfassung der Online-Verkäufe von #VAT ebnen

| 14. März 2019

Die Kommission hat die von den Mitgliedstaaten erzielte Einigung über detaillierte Maßnahmen begrüßt, die zur Vereinfachung der MwSt-Vorschriften für den Online-Verkauf von Waren erforderlich sind, und hat auch sichergestellt, dass Online-Marktplätze bei der Bekämpfung von Steuerbetrug eine Rolle spielen.

Die heute vereinbarten neuen Regeln werden eine reibungslose Einführung der neuen MwSt-Maßnahmen für den elektronischen Handel gewährleisten im Dezember vereinbart 2017 und das wird im Januar 2021 in Kraft treten. Sie sollten den Mitgliedstaaten auch dabei helfen, die in der Branche jährlich verlorenen Steuereinnahmen in Höhe von 5 Milliarden Euro zurückzufordern - ein Wert, der durch 7 auf 2020bn steigt. Die Wirtschafts- und Finanzminister der EU haben die Entscheidung auf ihrem Treffen in Brüssel getroffen.

Kommissar Pierre Moscovici (Wirtschaft und Finanzen, Steuern und Zollunion) (Abbildung) sagte: „Schritt für Schritt schließen wir die Lücken, durch die Steuereinnahmen verloren gehen, und räumen den EU-Ländern Mittel ein, die für öffentliche Dienstleistungen und Investitionen verwendet werden könnten. Gleichzeitig bringen wir die Mehrwertsteuer in 21 einst Jahrhundert, um sie an eine zunehmend digitale und globalisierte Wirtschaft anzupassen. Die Unternehmen sollten sich auf einen reibungslosen Übergang zum umfassenderen Mehrwertsteuersystem für den elektronischen Handel in 2021 freuen. “

Bekämpfung der Nichteinhaltung der Umsatzsteuer durch Online-Plattformen

Nicht-EU-Unternehmen, einschließlich derer, die in der EU Lagerhäuser oder sogenannte „Fulfillment-Center“ nutzen, können über Online-Marktplätze Waren an EU-Verbraucher verkaufen. Für die Steuerbehörden kann es oft schwierig sein, die auf diese Waren geschuldete Mehrwertsteuer zu erhalten.

Nach den im Dezember 2017 vereinbarten Maßnahmen gelten Online-Marktplätze als Verkäufer, wenn sie den Verkauf von Waren im Wert von bis zu € 150 an Kunden in der EU durch Nicht-EU-Unternehmen erleichtern, die ihre Plattform nutzen. Es ist wichtig, dass die gleichen Regeln gelten, wenn Unternehmen außerhalb der EU Online-Plattformen verwenden, um Waren unabhängig von ihrem Wert von „Fulfillment-Centern“ in der EU zu verkaufen, sodass die Steuerbehörden die auf diese Verkäufe geschuldete Mehrwertsteuer verlangen können. Von Online-Plattformen wird erwartet, dass sie Aufzeichnungen über den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen führen, die von Unternehmen, die die Plattform nutzen, gemacht werden.

Die heute vereinbarten Regeln legen detaillierter fest, wann Online-Marktplätze zur Erleichterung solcher Lieferungen oder als nicht als solche angesehen angesehen werden, je nachdem, ob sie die Bedingungen für die Lieferung sowie ihre Beteiligung an der Zahlung festlegen oder nicht oder Bestellung und Lieferung der Ware. Sie legen auch detailliert fest, welche Art von Aufzeichnungen von Plattformen aufbewahrt werden müssen, die die Lieferung von Waren oder Dienstleistungen an Kunden in der EU erleichtern.

Ein neues Mehrwertsteuersystem für Online-Verkäufer

Die heute vereinbarten Durchführungsbestimmungen stellen auch sicher, dass ein neues Mehrwertsteuersystem für alle Unternehmen verfügbar ist, die ab 2021 online Waren verkaufen. Die Regeln führen neue Bausteine ​​für das System ein, die Online-Unternehmen benötigen, um den EU-Binnenmarkt voll zu nutzen.

Das durch diese Maßnahmen eingerichtete aktualisierte elektronische Geschäftsportal für die Mehrwertsteuer oder „One-Stop-Shop“ ermöglicht es Unternehmen, die Waren online an ihre Kunden verkaufen, ihre MwSt-Verpflichtungen in der EU über ein benutzerfreundliches Online-Portal in ihrem Land zu erfüllen eigene Sprache.

Ohne das Portal wäre in jedem EU-Mitgliedstaat, in den sie verkaufen wollen, eine Umsatzsteuerregistrierung erforderlich - eine Situation, die von Unternehmen als eines der größten Handelshemmnisse für grenzüberschreitende Kleinunternehmen bezeichnet wird. Das System ist bereits seit 2015 für E-Service-Provider vorhanden und funktioniert gut.

Nächste Schritte

Die endgültige Annahme der neuen Regeln wird möglich sein, sobald die beratende Stellungnahme des Europäischen Parlaments vorliegt. Allerdings können sich die Mitgliedsstaaten bei der Erweiterung ihrer IT-Systeme auf die heute verabschiedeten Regeln verlassen.

Die neuen Mehrwertsteuervorschriften gelten ab 1 im Januar 2021, wobei die Mitgliedstaaten bis zum Ende von 2020 die neuen Vorschriften der Mehrwertsteuerrichtlinie in nationales Recht umsetzen müssen. Unternehmen, die die erweiterte Mehrwertsteuer in Anspruch nehmen möchten, können sich ab dem 1 October 2020 in den Mitgliedstaaten registrieren lassen.

Mehr Informationen

Die Maßnahmen folgen der Kommission Mehrwertsteuer-Aktionsplan hin zu einem einzigen EU-Mehrwertsteuerraum, der im April vorgestellt wurde 2016.

Das gemeinsame Mehrwertsteuersystem spielt eine wichtige Rolle im europäischen Binnenmarkt. Die Mehrwertsteuer ist eine wichtige und wachsende Einnahmequelle in der EU, die mehr als 1 Billionen 2015 einbringt, was 7% des BIP der EU entspricht. Eine der Eigenmittel der EU basiert ebenfalls auf der Mehrwertsteuer.

Seite der GD TAXUD zur Mehrwertsteuer für den elektronischen Handel einschließlich Rechtstexten

Pressemitteilung zum 2017-Deal vom Dezember über die Mehrwertsteuer für den elektronischen Handel

Fragen und Antworten zur Mehrwertsteuer für den elektronischen Handel

Aktionsplan zur Mehrwertsteuer - Wege zu einer einzigen EU-MwSt-Bereich

Digitalen Binnenmarkt-Strategie

Digitaler Binnenmarkt - Modernisierung der Mehrwertsteuer für den grenzüberschreitenden elektronischen Handel

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