EU
#EESC fordert eine EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung, in der die Zivilgesellschaft eine Schlüsselrolle spielt
Die Zivilgesellschaft sollte umfassend in die Ausarbeitung einer EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung einbezogen und befugt sein, eine aktive Rolle bei der Überwachung und Umsetzung der UN-Agenda 2030 auf allen politischen Ebenen zu spielen. Dies waren die wichtigsten Empfehlungen des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) an die Jährliches hochrangiges politisches Forum der Vereinten Nationen (HLPF) zu nachhaltiger Entwicklung auf 16-18 im Juli 2018, an dem die EWSA-Mitglieder Peter Schmidt, Brenda King und Lutz Ribbe teilnahmen.
„Die EU sollte die Agenda 2030 nutzen, um eine neue Vision für ihre Zukunft zu entwickeln – für ein nachhaltigeres und sozial inklusiveres Europa, das allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt und niemanden zurücklässt“, sagte Peter Schmidt, Vorsitzender der Beobachtungsstelle für nachhaltige Entwicklung des EWSA und Leiter der EWSA-Delegation beim HLPF. „Wir müssen Wohlstand und sozialen Zusammenhalt im Inland schaffen und gleichzeitig den Übergang der EU-Wirtschaft zu kohlenstoffarmen, umweltfreundlichen und kreislauforientierten Produktions- und Konsummustern vorantreiben, um nachhaltiges Wohlergehen für alle zu gewährleisten“, fuhr er fort.
Der EWSA nahm als hochrangiges Gremium der organisierten Zivilgesellschaft in der Europäischen Union am hochrangigen politischen Forum der Vereinten Nationen teil und hat sich in diesem Jahr mit mehreren Mitgliedstaaten zusammen geschlossen, um Nebenveranstaltungen zum Wissensaustausch über wichtige politische Aspekte auszurichten.
Das 2018-Forum konzentrierte sich auf die Transformation zu nachhaltigen und widerstandsfähigen Gesellschaften. Der Ausschuss hat sich aktiv für ein ehrgeiziges Ziel eingesetzt Agenda für nachhaltige Entwicklung, Beitrag zu einer effektiveren Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), unter Einbeziehung seiner starken zivilgesellschaftlichen Organisationsnetzwerke und als Plattform für den Dialog.
Die EU spielt eine zentrale Rolle bei der Integration der 2030-Agenda in die europäische Politik, ihrer Veröffentlichung und Überwachung ihrer Umsetzung. Zu diesem Zweck unterstreicht der EWSA die Notwendigkeit einer gründlichen Überprüfung der EU-Maßnahmen und insbesondere
- Eine übergreifende EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung
Der EWSA ist der Ansicht, dass ein umfassender Plan mit vorausschauenden Maßnahmen zur Einbeziehung der Ziele für nachhaltige Entwicklung in alle EU-Politikbereiche und -Programme von grundlegender Bedeutung ist. Seit Verabschiedung der UN 2030-Agenda wurde kein solcher Plan vorgelegt.
- Ein übergreifender politischer Ansatz
Um die Politiken der EU in Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung zu bringen und zu harmonisieren, ist ein stärker integrierter und kohärenter Ansatz in allen Politikbereichen erforderlich. Dies wird helfen, die Ziele der 2030-Agenda zu erreichen.
- Eine größere Rolle für die Organisationen der Zivilgesellschaft
Ein partizipativer Ansatz ist grundlegend. Auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene müssen effiziente Governance-Mechanismen geschaffen werden, die auf den Grundsätzen der Transparenz und Rechenschaftspflicht aufbauen. Gewerkschaften, Unternehmen, NRO und andere Akteure der Zivilgesellschaft müssen dazu befähigt werden, eine aktive Rolle auf allen politischen Ebenen von lokaler und nationaler bis zu europäischer und internationaler Ebene zu übernehmen.
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