Unternehmensbesteuerung
#AccidentalAmericaner: Die EU muss sich den USA gegenüber der Doppelbesteuerung der EU-Bürger #FACTA stellen
Die sozialdemokratischen Abgeordneten haben die Europäische Kommission aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz von EU-Bürgern zu ergreifen, die vom US-amerikanischen Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) betroffen sind. Die USA sind eines von nur zwei Ländern weltweit, das Menschen auf der Grundlage ihrer Staatsbürgerschaft und nicht ihres Wohnsitzes besteuert.
Die Sprecherin der Sozialdemokratischen Fraktion im Petitionsausschuss des Parlaments, Virginie Rozière, sagte: „Wir haben von Tausenden Europäern unterzeichnete Petitionen erhalten, in denen sie sich über die unfairen Folgen von FATCA beschweren.“ Diese „zufälligen Amerikaner“, von denen viele keine nennenswerte Verbindung zu den USA haben, werden gezwungen, zusätzlich zu den Steuern, die sie in ihrem Wohnsitzland zahlen, auch US-Steuern zu zahlen. Wir haben sogar Fälle von Europäern gehört, die in den USA geboren wurden, während ihre Eltern dort Urlaub machten. Jahre später haben diese Menschen hohe Rechnungen vom US-Finanzamt erhalten, obwohl sie in der EU leben und ihre Steuern zahlen. Das ist nicht akzeptabel. Die Europäische Kommission muss sich für die Rechte dieser EU-Bürger einsetzen.
„Seit Inkrafttreten von FACTA sind Banken in der EU verpflichtet, Informationen über Konten mutmaßlicher US-Bürger offenzulegen. Dies hat dazu geführt, dass vielen dieser zufälligen Amerikaner der Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen in der EU verwehrt bleibt. Dies ist ein klares Beispiel für Diskriminierung und Verletzung der Grundrechte dieser EU-Bürger. Darüber hinaus weigern sich die USA, die gleichen Informationen über Konten von in den USA lebenden EU-Bürgern bereitzustellen. Die EU muss beginnen, den USA in Steuerfragen Paroli zu bieten.
„Wir fordern die Europäische Kommission auf, eine umfassende Bewertung der Auswirkungen von FATCA auf EU-Bürger durchzuführen und zu erklären, ob eine ernsthafte Diskrepanz zwischen EU-Bürgern und Einwohnern verschiedener EU-Mitgliedstaaten besteht.“ Wir werden unseren Kampf für die Rechte aller EU-Bürger fortsetzen.“
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