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#Asyl – Udo Bullmann: Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen einen mutigen Schritt unternehmen, um das echte Problem der mangelnden Solidarität in Europa anzugehen!

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Anlässlich der heutigen Ratssitzung (28. Juni) fordern die S&D-Abgeordneten die Staats- und Regierungschefs auf, eine vernünftige und faire Einigung über eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik zu finden.     

Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Udo Bullmann, sagte: „Die Fälle der Flüchtlingsboote Aquarius und Lifeline haben auf dramatische Weise gezeigt, dass die Zeit abgelaufen ist. Wir fordern die europäischen Staats- und Regierungschefs mit großer Dringlichkeit auf, sich wieder an den Tisch zu setzen und zu einer vernünftigen und fairen Einigung über eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik zu gelangen. Den wichtigsten Fraktionen im Europäischen Parlament gelang es, zusammenzukommen und die Reform des Dublin-Systems zu unterstützen. Jetzt sollten die 28 Staats- und Regierungschefs das Gleiche tun und diesen mutigen Schritt wagen. Darüber hinaus müssen sich die Staats- und Regierungschefs darauf einigen, kontrollierte reguläre Migrationskanäle zu öffnen und die Unterstützung für Afrika durch einen nachhaltigen Investitionsplan zu erhöhen.

„Wir sind fassungslos und besorgt, dass diese Punkte trotz unserer wiederholten Aufforderung an Präsident Tusk, für eine konstruktive Debatte zu sorgen, nicht auf der Tagesordnung stehen. Heute geht es nicht nur um die Kontrolle der Außengrenzen. Präsident Tusk darf seiner Pflicht nicht nachkommen, die Voraussetzungen für eine echte Lösung der Migrationsherausforderung zu schaffen, zu der unweigerlich eine faire und transparente Umverteilung von Migranten zwischen den Mitgliedstaaten gehört.

„Die Frage an die EU-Staats- und Regierungschefs lautet: Wollen Sie dem Weg von Orbán, Kurz und Salvini folgen und Solidarität und Verantwortung scheuen, oder wollen Sie ein wirksames und humanes Migrationssystem, das alle Menschen mit der Würde behandelt, die sie verdienen?“ und das entspricht unseren Werten? Wählen Sie mit Bedacht, denn die Zukunft Europas steht auf dem Spiel.

„Als Sozialdemokraten glauben wir, dass die EU-Mitgliedstaaten bei solidarischem Handeln durchaus in der Lage sind, humanitäre Verantwortung für Kinder, Frauen und Männer zu übernehmen, die vor Folter, Hunger und Tod fliehen. Die Vorschläge des Parlaments würden sicherstellen, dass die Verantwortung für den Flüchtlingsschutz zwischen allen Ländern fair und transparent gehandhabt wird. Wir haben dafür gekämpft, dass Familien nicht getrennt werden und dass mehr getan wird, um Flüchtlingen bei der Integration in ihre neuen Gesellschaften zu helfen. Es ist jetzt dringend erforderlich, dass die nationalen Staats- und Regierungschefs aufhören, den Kopf in den Sand zu stecken, und die von uns vorgelegten Vorschläge unterstützen.“

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