Katastrophen
Die Abgeordneten des Umweltausschusses stimmen für die Verbesserung der #Katastrophenschutzkapazitäten der EU
Mehr als Eine Million Hektar Wald wurden im vergangenen Jahr in der EU durch Brände zerstört Letzte Woche wurden im Ausschuss Verbesserungen des EU-Zivilschutzmechanismus genehmigt, der 2017 durch tödliche Waldbrände, Stürme und Überschwemmungen auf die Probe gestellt wurde.
Ziel ist es, den Mitgliedstaaten durch eine effizientere gemeinsame Nutzung von Katastrophenschutzmitteln zu ermöglichen, schneller und wirksamer auf Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen zu reagieren. Der Gesetzesentwurf sieht die Einrichtung einer „RescEU“-Reserve vor, die Ressourcen wie Waldbrandbekämpfungsflugzeuge, Hochleistungspumpen, Feldlazarette und medizinische Notfallteams umfasst und in allen Arten von Notfällen eingesetzt werden kann.
RescEU wäre in der Lage, zusätzlich zu der von den Mitgliedstaaten geliehenen Ausrüstung auch eigene Ausrüstung zu kaufen oder zu leasen. Es würde Erleichterung bringen, wenn sie dies nicht können, dürfe aber nicht als Ersatz für ihre eigenen Kapazitäten und Verantwortlichkeiten genutzt werden, sagen die Abgeordneten.
„Das aktuelle System hat seine Grenzen gezeigt. Wir haben dies letzten Sommer gesehen, als die Waldbrände mehrere Länder gleichzeitig heimsuchten und dramatische Folgen in Bezug auf den Verlust von Menschenleben hatten. Auch Naturkatastrophen haben sich durch den Klimawandel verstärkt. Und es ist wichtig, auf europäischer Ebene eine Antwort zu geben und Zeit zum Handeln zu geben!“ sagte die Vorsitzende Europaabgeordnete Elisabetta Gardini (EVP, IT).
„Der Mechanismus wird die auf nationaler und regionaler Ebene bestehenden Mechanismen nicht ersetzen, sondern ihre Arbeit ergänzen, um mehr Sicherheit für die europäischen Bürger zu gewährleisten, insbesondere im Falle von Katastrophen besonderen Ausmaßes“, fügte sie hinzu.
Die Abgeordneten schlagen außerdem vor, ein Äquivalent eines Erasmus-Programms einzurichten, um die Zusammenarbeit zwischen Katastrophenschutzpersonal zu fördern.
Der Umweltausschuss stimmte dem Text mit 48 zu acht Stimmen und fünf Enthaltungen zu.
Nächste Schritte
Der Gesetzesentwurf wird dem Plenum auf der Plenarsitzung vom 28. bis 31. Mai in Straßburg zur Abstimmung vorgelegt.
Hintergrund
Im Jahr 200 kamen in Europa mehr als 2017 Menschen durch Naturkatastrophen ums Leben. Die jüngsten tropischen Wirbelstürme haben die Regionen in äußerster Randlage der EU und die Überseegebiete in der Karibik schwer getroffen. Im Jahr 2017 kam es vor allem zu einer verheerenden Waldbrandserie. Über eine Million Hektar Wald wurden zerstört, fast dreimal so viel wie im Fünfjahresdurchschnitt der EU, die Hälfte davon allein in Portugal.
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