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Sicherung #SozialesTripleA-Rating für die EU erfordert politisches Engagement und angemessene Finanzierung

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Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat in einer Initiativstellungnahme die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel für die Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte gefordert. Die auf ihrer Plenartagung angenommene Stellungnahme fordert Verbesserungen in den Mitgliedstaaten und ein starkes Engagement in Bezug auf Haushalt, Investitionen und laufende Ausgaben, um die soziale Säule Wirklichkeit werden zu lassen.

Nach der Proklamation des Soziale Säule Der EWSA fordert die europäischen Staats- und Regierungschefs im Herbst 2017 dringend auf, ihre Absichtserklärung nun in ernsthafte Verpflichtungen umzusetzen und die schrittweise Umsetzung der Säule voranzutreiben. Dies erfordert nicht nur das Engagement der Mitgliedstaaten, sondern auch die aktive Eigenverantwortung und Beteiligung aller EU-Institutionen, regionalen und lokalen Gebietskörperschaften, Sozialpartner und anderer Akteure der Zivilgesellschaft – sowie entsprechende Finanzierungsmaßnahmen.

„Die Frage, wie die Umsetzung der sozialen Säule finanziert werden soll, ist eine logische Konsequenz ihrer Proklamation“, sagt Anne Demelenne (Arbeitnehmergruppe, BE), die Berichterstatterin für den EWSA-Stellungnahme zu diesem Thema. „Die Schlüsselelemente für die Finanzierung werden aus unserer Sicht eine größere Flexibilität der EU-Haushaltsregeln für öffentliche Investitionen, die vollständige Nutzung der europäischen Strukturfonds und eine gerechte Besteuerung sein.“

Der EWSA ist der festen Überzeugung, dass angemessene soziale Investitionen von entscheidender Bedeutung sind, damit die Mitgliedstaaten ihre erklärten Ziele – einen besseren und nachhaltigen Sozialschutz zu schaffen und das Wirtschaftspotenzial der EU zu stärken – erreichen können. Er ist der Ansicht, dass durch eine Umverteilung des Wohlstands unter Wahrung der Grundsätze von Solidarität, Flexibilität und Verantwortung Spielraum für angemessene Ausgaben innerhalb der Mitgliedstaaten und mithilfe von EU-Programmen geschaffen werden könnte.

Der Ausgabenbedarf wäre besonders in Ländern mit niedrigem Einkommen und in Ländern, die in den letzten Jahren Einkommenseinbußen hinnehmen mussten, groß. Diese Länder hätten nur begrenzte Möglichkeiten für zusätzliche soziale Investitionen, auch weil ihre Ausgaben oft durch den Stabilitäts- und Wachstumspakt und seine Bestimmungen zu den Haushalts- und Schuldenständen der Mitgliedstaaten beschränkt sind.

Vor diesem Hintergrund fordert der Ausschuss nachdrücklich, dass bestehende europäische Instrumente genutzt werden, um öffentliche Investitionen in den Mitgliedstaaten zu unterstützen. Die Europäische Union muss nach Auffassung des EWSA eine aktive Rolle bei der Umsetzung der sozialen Säule spielen. Finanzielle Unterstützung könnten insbesondere die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (EFIF) und der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) sein.

EWSA-Berichterstatterin Anne Demelenne argumentiert: „Die Grundsätze der sozialen Säule und die Notwendigkeit ihrer Umsetzung sollten eine der Leitlinien der bevorstehenden Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union nach 2020 bilden. Der EU-Haushalt muss einen echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. Nur so können wir ihr Vertrauen und ihre Unterstützung für das europäische Projekt zurückgewinnen.“

Der EWSA fordert daher im Einklang mit dem Europäischen Parlament eine Anhebung der derzeitigen Obergrenze von 1 % der EU-Ausgaben.

Mehr öffentliche Investitionen in den Mitgliedstaaten könnten auch durch die Einführung einer Goldenen Regel für öffentliche Investitionen mit sozialer Zielsetzung, die sich an den zwanzig Grundprinzipien der Säule orientiert, gefördert werden. Dies würde eine flexiblere Anwendung der EU-Haushaltsregeln ermöglichen und so nachhaltiges Wachstum in Europa gewährleisten.

„Die Einnahmeverluste der Mitgliedstaaten und der EU durch aggressive Steuerplanung und Steuerbetrug sind erheblich. Eine angemessene Steuerpolitik sollte eine gerechte Besteuerung und eine wirksamere Bekämpfung des Steuerbetrugs ermöglichen und so zusätzliche Mittel zur Finanzierung der sozialen Säule bereitstellen“, sagte Anne Demelenne.

Neben öffentlichen nationalen und EU-Mitteln könnten nach Ansicht des EWSA auch Investitionen des Privatsektors in einigen Bereichen einen Beitrag leisten. Sie allein würde jedoch nicht ausreichen und könnte nicht gegen die Ausgrenzung der sozial Schwächsten sorgen, weshalb die öffentliche Förderung für die soziale Säule sinnvoller wäre.

 

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