Vernetzen Sie sich mit uns

EU

#Medien: Abgeordnete fordern Schutz von #Journalisten

SHARE:

Veröffentlicht

on

Nach der Zunahme von Fake News und den jüngsten Morden an zwei investigativen Journalisten in der EU haben die Abgeordneten Maßnahmen zum Schutz der Freiheit, des Pluralismus und der Unabhängigkeit der Medien gefordert.

Letzte Woche stimmte der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten für eine nichtlegislative Resolution eines italienischen GUE/NGL-Mitglieds  Barbara Spinelli zum Thema Medienpluralismus und Medienfreiheit in der Europäischen Union.

Gewalt gegen Journalisten

Im Oktober wurde Daphne Caruana Galizia, eine maltesische Investigativjournalistin, die durch die Panama Papers bekannt wurde, in Malta bei einer Autobombe ermordet. Vor einem Monat, Slowakischer Journalist Ján Kuciak, der gegen die Mafia ermittelte, und seine Verlobte Martina Kušnírová wurden ebenfalls getötet.

In der vom Ausschuss angenommenen Entschließung äußerten die Abgeordneten ihre tiefe Besorgnis über den Missbrauch und die Gewalt gegen Journalisten in der EU und forderten die Einrichtung einer unabhängigen Regulierungsbehörde in Zusammenarbeit mit Journalistenorganisationen, um Gewalt und Drohungen zu überwachen und zu melden. Alle Abgeordneten des Europäischen Parlaments werden außerdem gebeten, während einer bevorstehenden Plenarsitzung über die Resolution abzustimmen.

Mehr öffentliche Förderung

Der Ausschuss betonte außerdem die Schlüsselrolle der Medien in einer demokratischen Gesellschaft und stellte fest, dass Medienfreiheit, Pluralismus und Unabhängigkeit wesentliche Bestandteile des Rechts auf freie Meinungsäußerung seien. Um pluralistische, unabhängige und freie Medien zu fördern und zu schützen, forderten die Abgeordneten in der Entschließung die EU-Länder auf, für eine angemessene öffentliche Finanzierung zu sorgen.

Werbung

Darüber hinaus wurde in der Resolution betont, wie wichtig es ist, angemessene Arbeitsbedingungen für Journalisten sicherzustellen.

Gefälschte Nachrichten

Die Abgeordneten betonten die Gefahr gefälschter Nachrichten und betonten, wie wichtig es sei, der Öffentlichkeit qualitativ hochwertige Informationen anzubieten. Um die Verbreitung von Fehlinformationen zu verhindern, forderten sie Social-Media-Unternehmen und Online-Plattformen auf, Tools zu entwickeln, die es Nutzern ermöglichen, potenzielle Fake News zu markieren oder zu melden. Die Behebung sollte von unparteiischen, zertifizierten Drittprüforganisationen durchgeführt werden.

Cybermobbing

Angesichts der Zunahme von Cybermobbing, Rachepornos und sexuellem Kindesmissbrauch forderten die Abgeordneten in der Entschließung auch neue Regeln, um die Erkennung und Entfernung schädlicher Inhalte aus sozialen Medien sicherzustellen.

Teile diesen Artikel:

EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

Trending