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Immer mehr rechtsextreme Verweise auf Großbritanniens Antiterrorprogramm nehmen zu

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Offizielle Zahlen zeigten am Dienstag (27. März), dass die Verweise auf das Anti-Terror-Programm Prevent der britischen Regierung wegen rechtsextremer Bedenken im vergangenen Jahr um mehr als ein Viertel gestiegen sind. schreibt Michael Holden.

Der Anstieg ist eine Folge der jüngsten Warnungen der Polizei vor einer neuen und erheblichen Bedrohung durch den organisierten rechtsextremen Terrorismus, wobei in den letzten 12 Monaten vier solcher Anschläge vereitelt wurden.

Wenn bei der Polizei oder den örtlichen Behörden Bedenken geäußert werden, dass sie in den Terrorismus verwickelt werden, werden Menschen an Prevent verwiesen, einen wichtigen Bestandteil der britischen Sicherheitsstrategie.

Den Zahlen zufolge wurden im Jahr bis März 968 272 ​​Personen, darunter 15 unter 2017 Jahren, wegen rechtsextremer Bedenken an das Programm verwiesen, was einem Anstieg von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Insgesamt sank die Zahl der Prevent-Empfehlungen von 7,631 auf 6,093. Die Mehrheit, 3,704 bzw. 61 %, wurde aufgrund von Ängsten vor islamistischem Extremismus getätigt, obwohl diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 26 % zurückging.

Von den an das Programm verwiesenen Personen wurden schließlich 332 an das freiwillige Deradikalisierungsprogramm „Channel“ weitergeleitet, um Unterstützung von spezialisierten Mentoren zu erhalten, wobei mehr als ein Drittel wegen Rechtsextremismus verwiesen wurde.

Prevent wird seit seiner Gründung von Behauptungen verfolgt, dass es zum Ausspionieren muslimischer Gemeinschaften eingesetzt wird. Minister und Polizei sagen jedoch, dass es darauf abzielt, alle Formen von Extremismus zu bekämpfen, und dazu beigetragen hat, die Radikalisierung zu stoppen.

Die meisten der an Prevent verwiesenen Personen waren unter 20 Jahre alt, mehr als ein Viertel davon unter 15 Jahren.

Im vergangenen Jahr kam es in Großbritannien zu fünf Anschlägen, die von den Behörden als Terrorismus eingestuft wurden. Vier davon wurden militanten Islamisten und einer einem Rechtsextremisten zugeschrieben. Das Land liegt weiterhin auf der zweithöchsten Bedrohungsstufe „schwer“, was bedeutet, dass ein Angriff als sehr wahrscheinlich gilt.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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