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Häusliche Gewalt

Gewalt gegen Frauen bekämpfen: Alle EU-Länder müssen das #IstanbulConvention ratifizieren

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Die Abgeordneten riefen die 11-Mitgliedstaaten, die das Übereinkommen von Istanbul nicht ratifiziert haben, in einer Plenardebatte mit Kommissionsmitglied Ansip am Montagabend (12 März) dazu auf.

Bis heute haben die 11-Mitgliedstaaten, die die Ratifizierung noch nicht ratifiziert haben Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, bekannt als die Istanbul-Konvention, sind: Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Griechenland, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Slowakei und das Vereinigte Königreich.

Während der Debatte bedauerte eine große Mehrheit der Abgeordneten, dass diese Länder (einschließlich Bulgariens, das derzeit die Ratspräsidentschaft innehat) den Konvent nicht als das beste verfügbare Instrument zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen betrachten. Sie betonten, dass die Weigerung, den Text zu ratifizieren, oft auf falschen Vorstellungen und irreführenden Argumenten beruhte, wie das Wort "Gender" in der Konvention verwendet wird. Sie drängten die EU-Kommission und den Rat, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um allen Mitgliedstaaten zu helfen, den Text so schnell wie möglich zu ratifizieren.

Einige Europaabgeordnete äußerten heftigen Widerstand gegen das, was sie als "ideologisches Gefüge" des Textes und dessen Definition von Geschlecht betrachteten. Sie lehnten den Gedanken ab, dass die EU in diesem Bereich zuständig sei, und forderten die Achtung der "inneren Ordnung jeder Gesellschaft".

Kommissar Andrus Ansip bekräftigte, dass der Konvent die Verhütung von Gewalt gegen Frauen ohne andere versteckte Ziele zum Ziel habe, und hofft, dass Mitgliedstaaten, die noch Zweifel an der vollständigen Umsetzung des Übereinkommens haben, ihren grundlegenden Zweck berücksichtigen: Unterstützung von weiblichen Gewaltopfern.

Kontext

Die Istanbul Konvention, der umfassendste internationale Vertrag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, wurde vom Europarat in 2011 verabschiedet. Es trat im August 2014 in Kraft und wurde von der EU im Juni 2017 unterzeichnet.

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Nach Angaben der Europäischen Kommission ist eine von drei Frauen in der EU seit dem Alter von 15 Opfer körperlicher und / oder sexueller Gewalt geworden, über die Hälfte der Frauen hat sexuelle Belästigung erfahren und eine Person in 20 wurde vergewaltigt.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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