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# Pestizide: Das Parlament setzt einen Sonderausschuss ein

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The European Parliament’s political leaders have green-lighted a special committee to look into the EU’s authorization procedure for pesticides.

Die endgültige Entscheidung über den Vorschlag der Konferenz der Präsidenten (Parlamentspräsident und Fraktionsvorsitzende) wird das Plenum in seiner Sitzung im Februar treffen. Der Sonderausschuss ist eine Reaktion auf Bedenken hinsichtlich der Risiken des Herbizids Glyphosat. Die EU-Mitgliedstaaten hatten im November letzten Jahres die Zulassung für das Herbizid um fünf Jahre verlängert.

Der Sonderausschuss soll beurteilen:

  • Das Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU;
  • mögliche Mängel bei der wissenschaftlichen Bewertung und Zulassung von Stoffen;
  • die Rolle der Europäischen Kommission bei der Erneuerung der Glyphosat-Lizenz;
  • mögliche Interessenkonflikte im Genehmigungsverfahren und;
  • die Rolle der EU-Agenturen und ob sie über ausreichend Personal und Finanzmittel verfügen, um ihren Aufgaben nachzukommen.

Die Amtszeit des Sonderausschusses, der aus 30 Mitgliedern bestehen wird, beträgt ab seiner ersten Sitzung neun Monate. Er wird einen Abschlussbericht mit seinen tatsächlichen Feststellungen und Empfehlungen vorlegen, der vom Plenum genehmigt werden muss.

Nächste Schritte

Das gesamte Haus wird während der Plenarsitzung vom 5. bis 8. Februar über das Mandat abstimmen.

In einer Entschließung, über die im Oktober abgestimmt wurdeDas Parlament erklärte, dass die Veröffentlichung der sogenannten Monsanto-Papiere – interne Dokumente des Unternehmens, das Roundup® besitzt und produziert, dessen Hauptwirkstoff Glyphosat ist – Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger Studien aufkommen lasse, die bei der EU-Bewertung der Sicherheit von Glyphosat verwendet wurden, sagen die Abgeordneten.

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Das Zulassungsverfahren der EU, einschließlich der wissenschaftlichen Bewertung von Stoffen, sollte ausschließlich auf veröffentlichten, von Experten überprüften und unabhängigen Studien basieren, die von zuständigen Behörden in Auftrag gegeben wurden, sagten die Abgeordneten. Die EU-Agenturen sollten gestärkt werden, um ihnen eine solche Vorgehensweise zu ermöglichen.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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