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Besserer Schutz von #Kindern in #InternationalDivorce Streitigkeiten

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Bei der Annahme ihrer Vorschläge zur Änderung der EU-Gesetze zur Beilegung internationaler Scheidungsstreitigkeiten haben die Abgeordneten am Donnerstag (18. Januar) die Kinder in den Mittelpunkt ihrer Anliegen gestellt.

Die Abgeordneten erkennen die Qualität der Vorschläge der Kommission zur Verbesserung der bestehenden Regelung an und schlagen vor, die Rechte von Kindern während des gesamten Verfahrens zur Streitbeilegung zwischen dem geschiedenen Paar zu stärken. Dies würde insbesondere bedeuten, sicherzustellen, dass das Kind das Recht hat, seine Meinung zu äußern. Diese Meinung würde in einem klaren Verfahren eingeholt, ohne dass Druck auf das Kind ausgeübt wird, und zwar durch einen speziell ausgebildeten Experten als Anhörer.

Wenn ein Kind von einem seiner Elternteile in ein anderes EU-Land entführt wird, sollten nach dem Vorschlag der Abgeordneten praktizierende und erfahrene Familienrichter mit dem Fall befassen, um sicherzustellen, dass das Wohl des Kindes Vorrang hat.

Der Berichterstatter des Parlaments, Tadeusz Zwiefka (EVP, PL), eröffnete die Debatte zu diesem Thema am Mittwoch und betonte in seinem Beitrag, wie wichtig die Kinderdimension sei.

„Das Kind ist das schwächste Glied in der Kette von Streitigkeiten zwischen Eltern und braucht daher allen Schutz, den wir bieten können. Insbesondere die Anhörung des Kindes ist ein zentrales Thema, das detaillierte Bestimmungen verdient“, sagte er.

Die Abgeordneten wollen außerdem den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Justizbehörden der Mitgliedstaaten verbessern.

Die Stellungnahme des Parlaments wurde mit 562 zu 16 Stimmen bei 43 Enthaltungen angenommen. Die Stellungnahme wird nun an den Rat weitergeleitet, der letztlich eine Entscheidung treffen muss.

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Die Kommission Schätzungen dass es in der EU 16 Millionen internationale Familien gibt und beziffert die Zahl internationaler Scheidungen in der EU auf rund 140,000 pro Jahr. Jedes Jahr kommt es innerhalb der EU zu rund 1,800 Kindesentführungen durch Eltern.

Das Europäische Parlament verfügt über einen Mediator für internationale Kindesentführung durch einen Elternteil. Dieser Posten wird derzeit besetzt von Elisabeth Morin-Chartier.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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