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# Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit in der EU - der Fall von Vladimir Kokorev

Mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben die Verletzung der Menschenrechte durch die spanische Justiz im Fall von Vladimir Kokorev (65), einem spanischen Unternehmer russisch-jüdischer Herkunft, angeprangert, der 2015 zusammen mit seiner Frau verhaftet und in Untersuchungshaft genommen wurde Yulia (67) und Sohn Igor (35) auf Anordnung der spanischen Richterin Ana Isabel de Vega Serrano. Die Familie verbrachte mehr als zwei Jahre im Gefängnis auf den Kanarischen Inseln (Spanien), ohne dass es zu einem Gerichtsverfahren, einer formellen Anklage oder irgendwelchen Beweisen für ein Fehlverhalten kam. Der Fall wurde vom Richter de Vega für 2 Monate als „geheim“ erklärt, während die Familie im Gefängnis blieb.
Mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments, darunter Fulvio Martusciello, haben erklärt, dass der Fall gegen Kokorev eine „grobe und beschämende Verletzung der Menschenrechte“ sei, die auf „fremdenfeindliche Tendenzen“ der Justizinstitutionen der Kanarischen Inseln hindeutet.
Vor Tagen haben wir erfahren, dass sowohl die Frau als auch der Sohn von Vladimir Kokorev auf Antrag des Obersten Gerichtshofs von Las Palmas endgültig freigelassen wurden, obwohl Richter de Vega entschieden hatte, ihre „vorläufige“ Haft um bis zu vier Jahre zu verlängern.
Allerdings ist es den Mitgliedern der Familie Kokorev trotz ihrer Freilassung nach über 24 Monaten Haft immer noch verboten, die Insel Gran Canaria zu verlassen, eine Maßnahme, die – wie ihre Anwälte argumentieren – einem Hausarrest gleichkommt. Derselbe Richter hat wiederholt den Antrag auf Kaution von Herrn Vladimir Kokorev verzögert und hinausgezögert, der trotz seines schlechten Gesundheitszustands und der Tatsache, dass für seinen Prozess immer noch kein Horizont erkennbar ist, immer noch inhaftiert ist.
Darüber hinaus hat Richter Serrano dem ebenfalls vom Obersten Gerichtshof von Las Palmas gestellten Antrag, bestimmte Beweise an die Verteidiger der Familie Kokorev zu übergeben, noch nicht nachgegeben und damit eine Untersuchung verlängert, die bereits über 13 Jahre gedauert hat – immer noch ohne Erfolg Ergebnisse.
Am 15. November findet im Europäischen Parlament eine Round-Table-Veranstaltung statt.
Der runde Tisch mit anschließender Pressekonferenz wird sich im Rahmen der Überwachung der Angelegenheit durch die betroffenen Mitglieder des Europäischen Parlaments mit diesen und anderen Fragen des „Falls Kokorev“ befassen.
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