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#Macron Durchbruch in #France Wahlsignale EU Hoffnungen steigen

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Die Lage der Europäischen Union scheint im Aufwind zu sein. Als Emmanuel Macron in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen an der Spitze der Umfrage stand und damit in der Endrunde am 7. Mai auf dem Weg zum Elysée-Palast war, kam aus dem, was politische Analysten als beispielloses Durcheinander beschrieben hatten, eine einzige klare Botschaft zum Vorschein.

Die Botschaft ist, dass diese französische Wahl zusammen mit mindestens drei anderen in diesem Jahr eher eine europäische als eine nationale Wahl ist. Bei den vorgezogenen Neuwahlen am 8. Juni, die letzte Woche von der britischen Premierministerin Theresa May anberaumt wurden, dreht sich alles um den Brexit. Die Parlamentswahlen Mitte März in den Niederlanden bedeuteten eine deutliche Niederlage für den Euroskeptiker Geert Wilders. Die deutschen Wahlen im September werden Berlins künftige Positionen in vielen wichtigen EU-Fragen bestimmen.

Aber der Ausgang der französischen Wahlen ist zweifellos der wichtigste. Der politische Streit zwischen links und rechts im Land wird durch völlig unterschiedliche Positionen zur Zukunft der EU überschattet.

Überall in Europa gab es Befürchtungen, dass die Übernahme der Präsidentschaft durch Marine Le Pen vom Front National das Ende der EU in ihrer jetzigen Form bedeuten würde. Ihr Schlachtruf war der Austritt aus der Eurozone und ein „Frexit“-Referendum über den Austritt aus der EU.

Allein diese Drohungen garantieren Macron die Unterstützung vieler anderer Wähler als der fanatischen Euroskeptiker; seine Plattform ist ermutigend europhil. Er will eine Reform der Eurozone in Form eines gemeinsamen Haushalts unter einem „Finanzminister“ der Eurozone und schlägt außerdem „demokratische Konventionen“ vor, um die Reformprioritäten der EU festzulegen.

Ob Macron seine marktorientierten Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs mit seiner Haltung zu einer unterstützenden Sozialpolitik in Einklang bringen kann, bleibt abzuwarten. Die Unbeliebtheit des derzeitigen Präsidenten François Hollande ist zu einem großen Teil auf genau diesen Versuch zurückzuführen.

Aber wenn Emmanuel Macron zum Präsidenten gewählt würde, bestünde seine größte Errungenschaft darin, der deutsch-französischen „Lokomotive“ neues Leben einzuhauchen. Die Achse Paris-Berlin, die viele Jahre lang die europäische Einheit vorangetrieben hatte, verlor an Schwung, als die französische Unterstützung nachließ, und steht nun vor einer Wiederbelebung.

Macrons proeuropäische Haltung ist wichtig für die Wiederbelebung der EU. Von Bedeutung für die Zukunft Europas ist auch Macrons erfrischende und kontraintuitive kompromisslose Verteidigung liberaler demokratischer Werte.

Sicherlich ist Le Pens Auftritt in der ersten Runde ein Beweis für die anhaltende Anziehungskraft populistischer und nationalistischer Politiker, die unzufriedene Anti-Globalisierungs-Europäer mit simplen (und irreführenden) Botschaften für sich gewinnen können. Ihre Party wird nicht verschwinden.

Und lassen Sie uns die Frustration derjenigen nicht außer Acht lassen, die für Jean-Luc Mélenchons Mischung aus Sozialreformen, höheren Staatsausgaben und Feindseligkeit gegenüber der EU gestimmt haben.

Doch da Macron den nostalgischen Nationalismus zugunsten von Hoffnung und Offenheit aufgegeben hat, hat Frankreich eine wichtige Botschaft an diejenigen gesendet, die glaubten, dass Populismus und Bigotterie der einzige Weg zum Wahlerfolg seien.

Nicht alle Europäer wollen die Zeit zurückdrehen. Viele haben das Selbstvertrauen und den Mut, die Globalisierung für sich zu nutzen. Viele glauben an ein offenes und fortschrittliches Europa. Viele wünschen sich Hoffnung. Und die meisten haben die traditionellen politischen Parteien und ihre altehrwürdige Links-Rechts-Spaltung, insbesondere in wirtschaftlichen Fragen, satt.

Es gibt noch weitere Lehren für europäische Politiker, insbesondere im Vorfeld der britischen und deutschen Wahlen und für diejenigen, die sich auf die Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2019 vorbereiten.

Macron steht in krassem Gegensatz zur spaltenden „Wir und sie“-Rhetorik von US-Präsident Donald Trump und der scharfen Anti-Einwanderungs-Haltung von May und denen, die einen harten Brexit fordern. Wie der niederländische Grüne-Links-Führer Jesse Klaver und der Österreicher Alexander Van der Bellen ist Macron mit seinen Ansichten zu Toleranz, Inklusion und der Beendigung von Diskriminierung der Botschaft treu geblieben.

Bezeichnenderweise blieb Macron im Gegensatz zu May und dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte, die Aspekte der strengen einwanderungsfeindlichen Agenda der Populisten übernommen haben, seiner Agenda eines offenen Frankreichs treu, selbst angesichts der öffentlichen Empörung über den tragischen Terroranschlag vor wenigen Tagen vor den Wahlen.

Macron setzte sich energisch für die Stimmen der unzufriedenen Einwanderer-Bürger Frankreichs ein, äußerte seine Wut über deren Marginalisierung, betonte, sie seien Teil der Zukunft Frankreichs und sagte, er befürworte „positive Diskriminierung“, um jahrzehntelange Vernachlässigung zu beenden.

Sein Wahlkampf war erfrischend frei von antimuslimischen Hetzreden. Macron hat den Wählern gesagt, dass der Sicherheit „die Schließung nationaler Grenzen nicht besser gedient“ habe, und betonte, selbst als Le Pen den Islam kritisierte, dass „keine Religion heute in Frankreich ein Problem darstellt.“ Wir haben die Pflicht, dass jeder seine Religion in Würde ausüben kann.“

Am 7. Mai steht Frankreich erneut vor einer historischen Entscheidung. Es kann sich dafür entscheiden, nach innen zu blicken, die EU zu verlassen und eine Politik zu verfolgen, die auf Hass und Angst basiert. Oder die französischen Wähler können mit einem Politiker wirklich „nach vorne“ gehen, dessen optimistische Botschaft, in Macrons eigenen Worten, „das neue Gesicht der französischen Hoffnung“ hervorheben wird.

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