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#Brexit: Verhofstadt - 'Ohne Veränderung nähern wir uns einer Katastrophe, 27 Referenden, die die EU beenden werden'

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df4ed156348e47a8870b935352d10491_Guy_VerhofstadtWährend der heutigen (5. Juli) Debatte mit Ratspräsident Donald Tusk hat ALDE-Chef Guy Verhofstadt die Regierungschefs eindringlich aufgefordert, nicht mehr den Kopf in den Sand zu stecken und die Europäische Union zu reformieren.  

Verhofstadt: „Das Brexit-Votum ist ein politisches Erdbeben. Die Reaktion des Europäischen Rates, der sich lediglich auf eine bessere Umsetzung konzentriert, ist schockierend. Wann werden die EU-Regierungen erkennen, dass man dieses Europa nicht mehr verteidigen kann? Europa muss sich reformieren und ein neues Projekt sollte das tun.“ dem Volk präsentiert werden.

„Die europäischen Bürger sind nicht gegen Europa, sie sind gegen dieses Europa. Ein Europa, das zu einem Experten für die Gesetzgebung zu den genauen Maßen und Farben einer Zigarettenschachtel, zur Wassermenge der Toilettenspülung oder zur Höhe der Subventionen geworden ist, die Fußballvereine von ihrer Kommunalverwaltung erhalten können.

„Die Menschen wollen ein Europa, das in der Lage ist, die großen Krisen, mit denen wir heute konfrontiert sind, zu bewältigen. Was sie wollen, ist eine europäische Grenz- und Küstenwache und eine europäische Asyl- und Migrationspolitik zur Bewältigung der Migrationskrise; eine europäische Geheimdienstkapazität zur Bekämpfung des Terrorismus, eine europäische Regierung zur Sicherung des Euro und eine europäische Armee zum Schutz unserer Grenzen.

„Heute schlafwandeln wir auf eine Katastrophe zu, auf weitere 27 Referenden zum Ende der Europäischen Union.

„Seien wir also nicht naiv. Eine lockere Konföderation von Nationalstaaten, die auf dem Einstimmigkeitsprinzip basiert, wird niemals in der Lage sein, entscheidende Ergebnisse zu liefern. Eine Reform der Union ist nötig, und wir brauchen sie jetzt.“

„Die Union muss sich ändern, sonst wird sie sterben.“

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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