Vernetzen Sie sich mit uns

EU

Parlament fordert Verschiebung hin zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik

SHARE:

Veröffentlicht

on

transport2Am 2. Dezember nahm das Europäische Parlament einen Initiativbericht an, in dem seine Position zur städtischen Mobilität dargelegt wurde und der von der grünen Europaabgeordneten Karima Delli ausgearbeitet wurde.

Nach der Abstimmung sagte Berichterstatter Delli: „Das Europäische Parlament hat heute für eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik in unseren Städten gestimmt und dafür gesorgt, dass sie auf die großen Herausforderungen reagieren kann, vor denen der Sektor heute steht. Wir müssen dafür sorgen, dass der Verkehrssektor auf erneuerbare und wirklich nachhaltige Energiequellen umsteigt, und das bedeutet letztlich eine Abkehr von autodominierten Systemen und fossilen Brennstoffen wie Diesel und Benzin.

„Der Verkehr hat erhebliche Auswirkungen auf den Klimawandel, die öffentliche Gesundheit und die Umwelt. Der Sektor ist für 70 % der Treibhausgasemissionen in Städten verantwortlich, während jedes Jahr über 400,000 Menschen vorzeitig an Luftverschmutzung sterben, zu der der Verkehr einen großen Beitrag leistet. Um dies zu ändern, brauchen wir dringend proaktivere politische Maßnahmen. Wie der Volkswagen-Skandal erneut gezeigt hat, erfordert dies auch strenge Gesetze zur Luftverschmutzung, die ordnungsgemäß durchgesetzt werden.

„Der heute während des UN-Klimagipfels COP21 angenommene Bericht fordert einen klaren Zeitplan für die Reduzierung der CO2-Emissionen des städtischen Verkehrs. Er fordert außerdem die Einführung von Abgastests für Autos auf der Grundlage realer Fahrbedingungen und ohne die derzeit in Betracht gezogenen Schlupflöcher. Städte sollten nachhaltige Verkehrspläne entwickeln, darunter Niedrigemissionszonen, sichere Geschwindigkeitsbegrenzungen, Wechselverkehr, erschwingliche öffentliche Verkehrsmittel und eine verbesserte Fahrradinfrastruktur. Der Bericht fordert außerdem eine stärkere Umsetzung intelligenter Verkehrssysteme, die darauf abzielen, den Verkehr zu begrenzen, beispielsweise durch die Entwicklung von Carsharing oder Echtzeit-Verkehrsinformationen. Einnahmen aus Mautgebühren oder Straßensteuern sollten für nachhaltige Mobilitätsprojekte verwendet werden.“

Teile diesen Artikel:

EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

Trending