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Kinderfürsorge

Den Zugang von Kindern zu Bildung in Notsituationen verbessern

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20150304PHT30103_originalMdEPs sagen, dass die Integration von Flüchtlingskindern in die nationalen Bildungssysteme der Aufnahmeländer dazu beitragen kann, die Spirale der Gewalt und des Extremismus zu durchbrechen © Hristo Rusev / www.hristorusevphotography.blogspot.com

In einer am Donnerstag (4. November) verabschiedeten Entschließung fordert das Parlament die Mitgliedsstaaten auf, das Ziel der Kommission zu unterstützen, den Anteil der humanitären Mittel der EU für die Bildung von Kindern in Notsituationen auf 26 % zu erhöhen. Außerdem fordert es alle Aufnahmeländer auf, Flüchtlingskinder in ihre nationalen Bildungssysteme zu integrieren. Das Parlament weist darauf hin, dass Bildung das Risiko verringert, dass junge Menschen in den Extremismus abrutschen.

Das Parlament begrüßt die Ankündigung der Kommission, bis 4 vier Prozent des EU-Budgets für humanitäre Hilfe für die Bildung von Kindern in Notsituationen bereitzustellen, und fordert in der per Handzeichen angenommenen Entschließung die Mitgliedstaaten auf, dieses Ziel zu unterstützen.

Integration von Flüchtlingskindern in die nationalen BildungssystemeDie Abgeordneten fordern die Aufnahmeländer von Flüchtlingen auf, „sicherzustellen, dass Flüchtlingskinder uneingeschränkten Zugang zu Bildung erhalten, und ihre Integration und Einbeziehung in die nationalen Bildungssysteme so weit wie möglich zu fördern“. Sie fordern internationale Geber außerdem auf, der Bildung bei der Reaktion auf Flüchtlingskrisen Vorrang einzuräumen, und zwar durch Programme zur Einbindung und psychologischen Unterstützung von Migrantenkindern sowie durch die Förderung des Erlernens der Sprache des Aufnahmelandes, um ein höheres Maß an Integration zu gewährleisten.

Die Spirale der Gewalt und des Extremismus durchbrechenDie Europaabgeordneten heben die Tatsache hervor, dass junge Menschen zwischen 12 und 20 nur sehr begrenzte Möglichkeiten in Flüchtlingsgemeinschaften haben und gleichzeitig vorrangige Ziele für den Militärdienst und andere Formen des Engagements in bewaffneten Konflikten sind.

Sie fordern die EU auf, mit Partnerländern und anderen Geldgebern zusammenzuarbeiten, um die Bildungschancen junger Menschen in Notsituationen zu verbessern, da diese eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung der Stabilität nach Konflikten spielen. Gleichzeitig soll das Risiko verringert werden, dass eine „junge, arbeitslose Bevölkerung soziale Unruhen auslöst oder wieder in einen Teufelskreis der Gewalt abrutscht“.Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge leben eine Milliarde Kinder in von Konflikten betroffenen Gebieten, von denen 250 Millionen jünger als fünf Jahre sind und ihnen das Grundrecht auf Bildung verweigert wird. Schätzungsweise 65 Millionen Kinder im Alter von drei Jahren bis 15 sind am stärksten von Notfällen und langwierigen Krisen betroffen, die die Bildung beeinträchtigen können, und ungefähr 37 Millionen Kinder im Primar- und Sekundarbereich I haben in krisenbetroffenen Ländern die Schule verlassen.

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