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Mustang ist Gewinner des diesjährigen LUX-Filmpreises

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20151124PHT04192_width_300Die türkisch-französische Filmregisseurin Deniz Gamze Ergüven dankt dem Parlament für die Verleihung des 2015 Lux-Preises für ihren Film Mustang.© EU 2015 – Europäisches Parlament

Präsident Martin Schulz hat das angekündigt Mustang hatte am Dienstagmittag (2015 November) im Plenarsaal in Straßburg den LUX-Preis des 24-Europäischen Parlaments für Kino gewonnen. Mustang erzählt die Geschichte von fünf Schwestern, denen durch Zwangsheiraten Ehemänner versprochen wurden, die jedoch entschlossen sind, ihr eigenes Leben zu führen und das Joch der Tradition brechen.

Schulz gratulierte den drei Finalisten, darunter der preisgekrönten Regisseurin Deniz Gamze Ergüven und ihrem Team, und sagte: „Diese sehr unterschiedlichen Filme werfen grundlegende Fragen auf: Wie muss sich unser Auswanderungskontinent verändern, um sich in einen Einwanderungskontinent zu verwandeln? Welche Rolle spielen Frauen in den Gesellschaften vor unserer Haustür? Wie untergräbt die Wirtschaftskrise unser Zusammenleben? Diese europäischen Filme verdienen unsere Unterstützung und ich bin stolz darauf, dass das Europäische Parlament auch in diesem Jahr dazu beiträgt, diese Filme so weit wie möglich zu zeigen.“

Bei der Preisverleihung sagte die preisgekrönte Regisseurin Deniz Gamze Ergüven: „Auf seine Art Mustang fördert die Ideale der Europäischen Union. Vielen Dank für die Wirkung, die dieser Film durch den LUX-Preis erzielt.“

Silvia Costa (S&D, IT), Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung, sagte: „Der LUX-Preis ist ein Beispiel für Kulturdiplomatie. Er verbindet die Unterstützung der Ausdrucksformen der Kultur- und Kreativwirtschaft mit europäischen Koproduktionen, fördert kulturelle und sprachliche Vielfalt und schlägt künstlerische Interpretationen komplexer Realitäten vor, die uns helfen, einander zu verstehen. Nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt.“

Die beiden anderen Filme auf der Shortlist für den 2015-Preis waren Mittelmeer (Italien, USA, Deutschland, Frankreich, Katar) von Jonas Carpignano und Urok (The Lesson) von Kristina Grozeva und Petar Valchanov (Bulgarien, Griechenland). Der Gewinner wird jedes Jahr durch eine Abstimmung der Europaabgeordneten ermittelt.

Das Parlament übernimmt die Kosten für die Übersetzung und Untertitelung der drei Filme in der Endauswahl in den 24 Amtssprachen der EU. Darüber hinaus wird der Gewinnerfilm zumindest in der Originalversion für Hör- und Sehbehinderte adaptiert.

Die drei Filme auf der Shortlist für den LUX-Preis werden während der LUX-Filmtage von September bis Dezember in den 28-Ländern der Europäischen Union gezeigt. Ziel ist es, den Reichtum und die Vielfalt des europäischen Kinos mit möglichst vielen Europäern zu teilen und Diskussionen über die in den ausgewählten Filmen angesprochenen Themen anzuregen.

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