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Schulz auf Lesbos: „Die Leute rennen wirklich um ihr Leben“

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20151105PHT01435_width_600Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, ist auf die griechische Insel Lesbos gereist, um ein Flüchtlingsregistrierungs- und -identifizierungszentrum zu besuchen, in dem täglich fast 2,500 Menschen registriert werden. In seiner Rede am sogenannten Hotspot in Moria sagte er: „Wir müssen unsere Bemühungen zur Fertigstellung der Hotspots dringend verstärken. Um wirksam zu sein, müssen sich jedoch alle Mitgliedstaaten an der Umsiedlung beteiligen.“ Während seines Aufenthalts in Griechenland besuchte der Präsident auch Athen, wo die erste Umsiedlung von Flüchtlingen aus Griechenland nach Luxemburg stattfand.

Während einer offiziellen zweitägigen Reise nach Griechenland hatte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz diese Woche Gelegenheit, ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos zu besuchen. Die Ägäisinsel ist aufgrund ihrer Nähe zur Türkei zu einem wichtigen Einreisepunkt für Flüchtlinge geworden. Während seines Besuchs auf Lesbos mit dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras konnte sich der Präsident aus erster Hand ein Bild von der Flüchtlings- und Migrationssituation vor Ort machen. Aus dem Flüchtlings-Hotspot Moria sagte er: „Ich habe die Arbeit der griechischen Regierung und das intensive Engagement europäischer und internationaler Organisationen und NGOs miterlebt, die sich so human und effizient wie möglich um die Ankommenden kümmern.“

Am Mittwoch, dem 4. November, waren Schulz und Tsipras gemeinsam mit dem Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos und dem luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn Zeugen der ersten Umsiedlung von Flüchtlingen aus Griechenland nach Luxemburg. Am Flughafen von Athen sagte er: „Dies ist in erster Linie eine Flüchtlingskrise, die Menschen rennen um ihr Leben.“ Er bezeichnete die Umsiedlung als ersten Schritt und fügte hinzu, dass alle Mitgliedstaaten ihre Aufnahmekapazitäten für das Umsiedlungsprogramm bekannt geben müssten.

Mehr als 600,000 Menschen haben die EU durch Griechenland in diesem Jahr bisher eingegeben, mit den meisten fliehenden aus Syrien, dem Irak und Eritrea. Das Parlament hat seine Unterstützung im September mit der Verlagerung von 160,000 Asylbewerber aus Griechenland, Ungarn und Italien in andere EU-Mitgliedstaaten.

Klicken Sie hier für mehr über die aktuelle Flüchtlingskrise.

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