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Pittella: "Die Migrationskrise auf dem westlichen Balkan zeigt erneut die dringende Notwendigkeit eines dauerhaften EU-Mechanismus."

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o-GIANNI PITTELLA-facebook-Nach dem gestrigen Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel zur Westbalkanroute erklärte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Gianni Pittella: „Die beispiellose Migrationskrise erfordert eine beispiellose Solidarität. Ein rein nationaler Ansatz ist ineffektiv und kontraproduktiv; das gilt ganz klar auch für den Westbalkan. Diese Länder sollten eng zusammenarbeiten, um die Stabilität und den Fortschritt in der gesamten Region zu gewährleisten.“ 

Wir begrüßen das schnelle Engagement von Kommissionspräsident Juncker, der auf dem gestrigen Gipfel gemeinsam mit dem Hohen Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Frontex und dem Europäischen Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) wichtige operative Maßnahmen vorschlug. Wir bekräftigen jedoch die dringende Notwendigkeit der Einrichtung eines dauerhaften und verbindlichen europäischen Umverteilungsmechanismus.

Darüber hinaus müssen die Mitgliedstaaten die rechtlichen Verpflichtungen aus dem Schengener Abkommen in vollem Umfang erfüllen und gleichzeitig die Achtung der Menschenrechte der Flüchtlinge gewährleisten. Dies ist unsere rote Linie.

Wir unterstützen den Ansatz von EP-Präsident Martin Schulz, wie er gestern auf dem Gipfel den Staats- und Regierungschefs vorgestellt wurde. Dieser sieht einen ständigen Informationsaustausch zwischen den Ländern entlang der Westbalkanroute vor, um die Kommunikationskanäle auf allen Ebenen offen zu halten und so einseitige oder unkoordinierte Entscheidungen zu vermeiden. Darüber hinaus müssen alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um Spannungen oder gegenseitige Schuldzuweisungen in einer bereits instabilen Region zu vermeiden. Darüber hinaus sind sofortige Solidaritätsmaßnahmen erforderlich, um Hilfsgüter an Bedürftige zu liefern, und schließlich nachhaltige und verbindliche Solidaritätsmaßnahmen durch die Gemeinschaftsinstitutionen. Dies sind die Schlüssel für ein wirksames Migrationsmanagement in der Region. Europa darf seine Verantwortung gegenüber dem Westbalkan nicht vergessen und muss die humanitären Bemühungen dieser Länder durch sofortige finanzielle Hilfe unterstützen.

Tanja Fajon, Vizepräsidentin der Sozialdemokratischen Fraktion, sagte: „Ich begrüße die Maßnahmen, die beim gestrigen Treffen der Staats- und Regierungschefs beschlossen wurden. Sie sind dringend notwendig, um den Flüchtlingsstrom auf dem Westbalkan zu bewältigen. Ich freue mich, dass der ständige Informationsaustausch ganz oben auf der Maßnahmenliste steht und rufe alle beteiligten Akteure dazu auf, sich umgehend darum zu kümmern.“

Was wir in den letzten Tagen in Slowenien erlebt haben – die Weigerung benachbarter Länder, genaue Informationen über Flüchtlingsströme und Einreiseorte weiterzugeben – ist absolut inakzeptabel! Dies ist eine gemeinsame Herausforderung der Europäischen Union, die die Mitgliedstaaten gemeinsam bewältigen müssen, anstatt die Last auf andere abzuwälzen. Jetzt ist die Zeit für ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen, das echte EU-Werte wie Solidarität und Verantwortung widerspiegelt, und nicht die Zeit, sich gegeneinander zu wenden. Ich fordere alle Länder und ihre Staats- und Regierungschefs, die beim gestrigen Gipfel anwesend waren, dringend auf, diese Maßnahmen unverzüglich umzusetzen und sicherzustellen, dass sie nicht bei leeren Worten auf dem Papier bleiben.

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