EU
Europäische Parlament diese Woche: Draghi, Steuern, Migration
Die neuesten Vorschläge der Europäischen Kommission zur Lösung der Flüchtlingskrise werden diese Woche im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten diskutiert, während der Wirtschaftsausschuss Mario Draghi, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, zur Lage der Eurozone befragt. Darüber hinaus berät der Ausschuss für Steuervorbescheide mit den Finanzministern Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Spaniens und Luxemburgs über die Steuerpolitik.
Am Mittwoch findet der vierteljährliche geldpolitische Dialog des Wirtschaftsausschusses mit Draghi statt.
Am Dienstagabend werden im Sonderausschuss für Steuervorbescheide der deutsche Bundeskanzler Wolfgang Schäuble, der französische Bundeskanzler Michel Sapin, der italienische Bundeskanzler Pier Carlo Padoan und der spanische Bundeskanzler Luis de Guindos zusammen mit dem luxemburgischen EU-Ratspräsidenten Pierre Gramegna zusammentreffen, um über die Steuerpolitik ihrer Länder und die Vorschläge der Kommission zur Steuertransparenz und Unternehmensbesteuerung zu diskutieren.
Die neuen Vorschläge der Kommission zur Bewältigung der Migrations- und Flüchtlingskrise, darunter ein dauerhafter Mechanismus zur Umverteilung von Asylsuchenden innerhalb der EU und eine gemeinsame EU-Liste sicherer Herkunftsländer, werden am Dienstag erstmals im Innenausschuss debattiert. Diese Pläne müssen von Parlament und Rat gebilligt werden, bevor sie in Kraft treten können. Anschließend berät der Ausschuss auch über die Lage an den Binnengrenzen des Schengen-Raums.
Der Umweltausschuss stimmt am Mittwoch über die Position des Parlaments zum neuen internationalen Klimaabkommen ab. Die Entschließung dient als Mandat für die 15 Abgeordneten, die im Dezember zur Klimakonferenz in Paris reisen, wo ein neues globales Abkommen erzielt werden soll.
Der Ausschuss für internationalen Handel stimmt diesen Dienstag über eine Aktualisierung der Antifoltergesetzgebung der EU ab. Diese regelt den Handel mit Werkzeugen oder Substanzen, die zur Folter oder Tötung von Menschen verwendet werden könnten.
EP-Präsident Martin Schulz wird bei der Eröffnung des außerordentlichen Europäischen Rates am Mittwoch als Staatsoberhaupt eine Rede halten, um zu erörtern, wie die Flüchtlingskrise bewältigt werden kann.
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