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Staatliche Beihilfen: Die Kommission genehmigt 33 Mio. EUR für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen in den Niederlanden

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Elektro-Fahrzeug-ParkenDie Europäische Kommission hat nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt, dass die Niederlande fast 33 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln für die Installation und den Betrieb von Ladestationen für Elektrofahrzeuge bereitstellen. Dieses Programm wird zum Ausbau der notwendigen Infrastruktur beitragen, um Elektroautos zu einer praktikablen Alternative in den Niederlanden zu machen. Sie trägt zur Förderung eines nachhaltigen Verkehrs und zur Verbesserung der Luftqualität bei, ohne den Wettbewerb im Binnenmarkt unangemessen zu verzerren.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte: „Elektroautos können der Gesellschaft echte Vorteile bringen, indem sie CO₂-Emissionen, Schadstoffemissionen und Lärm reduzieren. Das heute genehmigte niederländische Förderprogramm wird dazu beitragen, Elektroautos für die Bürger in den Niederlanden zu einer tragfähigen Alternative zu machen. Es schafft die notwendige Infrastruktur und hält gleichzeitig die Kosten im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften unter Kontrolle.“

Im Rahmen des niederländischen Green Deal-Programms für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur können sich Kommunen für die Teilnahme an dem Förderprogramm entscheiden und aus einer Reihe von Optionen die Art der Ladesäuleninfrastruktur auswählen, die am besten zu ihrer Gemeinde passt. Die öffentlichen Mittel für die Errichtung und den Betrieb von Elektroladesäulen in ihrem Gebiet werden von der jeweiligen Kommune getragen und vom Bund ergänzt. Die Regelung erfordert auch, dass die lokalen Behörden private Investitionen in Anspruch nehmen, um für die staatliche Unterstützung in Frage zu kommen.

Die Betreiber der Elektro-Ladesäulen werden durch kompetitive Ausschreibungen ausgewählt. Das Programm läuft über drei Jahre und endet am 1. Juli 2018.

Die niederländische Maßnahme verfolgt ein klares Umweltziel bei gleichzeitiger Begrenzung von Wettbewerbsverzerrungen und ist daher mit den EU-Beihilfevorschriften vereinbar (Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe c des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union). Das Ausschreibungsverfahren soll die Höhe der erforderlichen Beihilfen auf das erforderliche Minimum beschränken. Die Regelung wird außerdem jährlich überprüft, um sicherzustellen, dass sich die tatsächlichen Kosten für den Betrieb und die Installation der Ladesäulen in der gewährten Beihilfe widerspiegeln.

Hintergrund

2014 hat die EU die Richtlinie zum Aufbau von Verkehrsinfrastrukturen auf Basis von Strom oder anderen Alternativen zu fossilen Brennstoffen verabschiedet.[1] Sie legt einen gemeinsamen europäischen Rahmen für den Aufbau einer solchen Infrastruktur auf der Grundlage nationaler Strategiepläne und europäischer Mindestanforderungen fest. Die Gesetzgebung erkennt ausdrücklich an, dass der Aufbau einer solchen Infrastruktur den EU-Beihilfevorschriften entsprechen muss.

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Die nicht vertrauliche Fassung der heutigen Entscheidung wird unter der Nummer SA.38796 im Beihilfenregister auf die GD Wettbewerb Website einmal Geheimhaltungsprobleme behoben wurden. Neue veröffentlichte Beihilfeentscheidungen im Internet und im Amtsblatt werden in der aufgeführten State Aid Weekly e-News.

[1]         Richtlinie 2014/94 EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über den Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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