Katastrophen
EU unterstützt Griechenland bei der Bekämpfung von Waldbränden
Als unmittelbare Reaktion auf ein Hilfeersuchen Griechenlands stellte die EU Löschflugzeuge zur Verfügung, um die Ausbreitung von Waldbränden in mehreren Teilen des Landes, darunter auch in den Außenbezirken von Athen, zu stoppen.
Griechenland aktivierte am Freitagnachmittag (17. Juli) das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union, um Waldbrandbekämpfungsflugzeuge anzufordern. Innerhalb weniger Stunden reagierte die EU, dank Frankreichs Bereitstellung von Löschflugzeugen aus dem freiwilligen Pool der EU-Katastrophenschutzressourcen.
„Die EU steht Griechenland bei der Bewältigung dieser Naturkatastrophe zur Seite. Wir haben rasch und voller Solidarität auf den Hilferuf reagiert. Die Kommission dankt Frankreich für seine sofortige Reaktion, die den Einsatz der Flugzeuge aus dem freiwilligen Pool ermöglicht hat. Wir bleiben weiterhin in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Athen“, sagte Christos Stylianides, Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.
Frankreich stellte zwei Canadair-Löschflugzeuge und ein Koordinierungsflugzeug zur Verfügung. Es handelt sich um das erste Mal, dass Flugzeuge aus dem EU-Katastrophenschutzpool zur Waldbrandbekämpfung eingesetzt wurden.
Die Flugzeuge werden morgen von Frankreich aus eingesetzt und sollten am Nachmittag in Griechenland eintreffen.
Hintergrund
Die Brände brachen am 16. Juli in Athen (Region Attika), Milesi (nördlich von Athen), Evoia (Region Chalkida) und in Lakonia (Region Peloponnes) aus, bedrohten Häuser und zwangen Menschen zur Flucht.
Das ERCC beobachtet die Brände in ganz Europa aktiv. Es nutzt nationale Überwachungsdienste und -instrumente wie EFFIS (das Europäische Waldbrand-Informationssystem) und Satellitenbilder, um einen Überblick über die Situation in Europa zu geben. Im Sommer organisiert das ERCC außerdem wöchentliche Koordinierungstreffen mit den Ländern, in denen ein hohes Waldbrandrisiko besteht.
Das EU-Katastrophenschutzverfahren erleichtert die Zusammenarbeit bei der Katastrophenhilfe zwischen 33 europäischen Staaten (28 EU-Mitgliedstaaten, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Montenegro, Norwegen und Serbien). Diese Teilnehmerstaaten bündeln die Ressourcen, die den von Katastrophen betroffenen Ländern auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt werden können. Bei Aktivierung koordiniert der Mechanismus die Bereitstellung von Hilfe innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. Die Europäische Kommission verwaltet den Mechanismus über das ERCC.
Weitere Informationen:
Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission
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