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EU-Verbrauchergipfel 2014: Sicherstellung, dass die Verbraucher die Vorteile der digitalen Wirtschaft profitieren

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Aktienmarkt-AnalyseDie Vollendung des digitalen Binnenmarkts würde den Verbrauchern in der EU durchschnittlich 400 Euro pro Jahr bringen, europaweit etwa 200 Milliarden Euro. Die digitale Wirtschaft bringt den Verbrauchern echte Vorteile, wirft aber auch wichtige Fragen zu den Verbraucherrechten im Internet auf. Beim diesjährigen Verbrauchergipfel geht es darum, wie wir sicherstellen können, dass Verbraucher die Vorteile des digitalen Sektors voll ausschöpfen können. 

Anlässlich des Gipfels sagte der EU-Kommissar für Verbraucherpolitik, Neven Mimica: „Die digitale Wirtschaft bietet den Verbrauchern viele Vorteile: Sie können bessere Angebote finden, auf mehr Inhalte zugreifen und kostengünstiger kommunizieren. Derzeit kaufen nur 50 % der Verbraucher in der EU online ein. Es besteht eindeutig Wachstumspotenzial, aber wir müssen sicherstellen, dass die Verbraucher beim Online-Einkauf genauso sicher sein können wie beim Einkaufen in der Einkaufsstraße.“

Die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes, sagte: „Wir müssen jeden europäischen Verbraucher digitalisieren. Die Abstimmung im Europäischen Parlament diese Woche ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem echten Telekommunikationsbinnenmarkt, der unsere Vision eines vernetzten, wettbewerbsfähigen Europas Wirklichkeit werden lässt. Es geht darum, jedes europäische Unternehmen mit den Tools und Netzwerken auszustatten, die es für Innovation und Wachstum braucht, und jedem europäischen Bürger die nahtlose Konnektivität zu bieten, die er verlangt – ohne unfaire Praktiken wie blockierte Dienste oder Roaming-Gebühren. Dies ist eine sehr wichtige Woche für die europäischen Verbraucher!“

Beim diesjährigen Gipfeltreffen kommen rund 400 Teilnehmer zusammen, die das Europäische Parlament, die Kommission, nationale Regierungen, Verbraucher- und Unternehmensverbände, Durchsetzungs- und Regulierungsbehörden, die Europäischen Verbraucherzentren und den Europäischen Datenschutzbeauftragten vertreten.

Schon der allererste Verbrauchergipfel vor sechs Jahren konzentrierte sich auf das Vertrauen der Verbraucher in den digitalen Markt. Rückblickend ist klar, dass die digitale Wirtschaft der EU einen rasanten Wandel durchlaufen hat, der erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Verbraucher hatte.

Die Zahlen sprechen für sich: In Europa gibt es derzeit über 790 Millionen Mobilfunkverträge und über 370 Millionen EU-Bürger nutzen das Internet. Mehr als die Hälfte der EU-Verbraucher hat in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal online eingekauft und 80 % der Online-Verbraucher nutzen Preisvergleichsseiten, um bessere Angebote zu finden.

Der Schwerpunkt des Gipfels liegt auf der dringenden Notwendigkeit eines integrierten Binnenmarktes für Digital- und Telekommunikation, der Verbrauchern und Unternehmen zugutekommt. Die Kommission ist entschlossen, nah an den Bürgern zu bleiben, indem sie auf ihre Anliegen eingeht und ihr Vertrauen in den Binnenmarkt, insbesondere in den digitalen Binnenmarkt, wiederherstellt.

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Die Verbraucherpolitik fit für das digitale Zeitalter zu machen, ist ein Ziel der Kommission, das in der Verbraucheragenda hervorgehoben wird. Die Kommission hat in dieser Hinsicht bereits mit der Umsetzung begonnen: Plattform zur Online-Streitbeilegung, die neue Richtlinie über Verbraucherrechte, die laufende Arbeit an Vergleichstools und Nutzerbewertungen, der verstärkte Fokus auf Online-Durchsetzung, die Einführung von Consumer Classroom und die Einführung von eine interaktive Webplattform zum Kapazitätsaufbau von Verbraucherorganisationen. Die Kommission hat außerdem ehrgeizige Vorschläge zur Aktualisierung des aktuellen Datenschutzrahmens und zur Vollendung des Telekommunikationsbinnenmarkts vorgelegt.

Ziel des Gipfels ist es, zu untersuchen, was bisher erreicht wurde, um die Verbraucherpolitik fit für das digitale Zeitalter zu machen – einschließlich der Betrachtung nationaler Best Practices – und was noch zu tun bleibt, um neue Herausforderungen zu bewältigen.

Es finden gezielte Workshops zu folgenden Themen statt:

  • „Konnektivität“ – Untersuchung des Bedarfs der Verbraucher an Breitbandkonnektivität in der EU in den nächsten fünf Jahren und Möglichkeiten zur Vermeidung einer digitalen Kluft.
  • „EU-Rechte für Online-Verbraucher“ – Ermittlung potenzieller Lücken in der bestehenden Regulierung und Möglichkeiten zur Intensivierung der Durchsetzung.
  • „Online-Zahlungen“ – Bewertung der Risiken und Vorteile für Verbraucher bei der Nutzung dieser Zahlungsformen, beispielsweise im Hinblick auf den Schutz personenbezogener Daten im Zahlungsverkehr.
  • „Digitale Kompetenz“ – hilft Verbrauchern, die digitale Umgebung zu meistern, bezahlte oder gesponserte Inhalte von anderen Inhalten zu unterscheiden, Online-Tracking und verhaltensbezogene Online-Werbung zu verstehen und zu verwalten.
  • „Online vertrauen“ – Bewertung, inwieweit Tools wie Gütesiegel und Online-Verbraucherbewertungen dazu beitragen können, das Vertrauen der Verbraucher in den E-Commerce zu stärken und wie die Vertrauenswürdigkeit solcher Tools sichergestellt werden kann.
  • „Neue und fairere Angebote“ – Verbesserung der Verbraucherauswahl durch digital ermöglichte Angebote (z. B. durch Vergleichstools).

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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