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Auf 55th Jahrestag des Tibet-Aufstands, eine europäische Tribut

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20121225 bis 487Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses Henri Malosse war ein besonderer Gast und Redner bei der Zeremonie zum 55. Jahrestag des Tibet-Aufstands, der heute in Dharamsala (Indien) stattfand. Als einziger Präsident der Europäischen Union, der die tibetische Exilregierung besuchte, wollte er den Opfern der Repression in Tibet und damit allen Menschen, die in China und überall auf der Welt der Freiheit beraubt sind, Tribut zollen.

„Die Tibet-Frage ist universell“, sagte Malosse von der Bühne aus. „Es geht um Freiheit, Demokratie und Solidarität – die Werte, auf denen die Europäische Union beruht.“ Europa habe diese Werte als Erbe und müsse sie überall dort verteidigen, wo sie in Gefahr seien, um eine nachhaltige Lösung zu finden. Daher müsse der Ansatz des Mittleren Weges der Tibeter – Umaylam – und der Dialog mit China unterstützt werden. Dieser Ansatz fordert ein europäisches Engagement bei den jüngsten Ereignissen auf der Krim, nicht indem es anderen Akteuren wie Russland oder den USA folgt, sondern indem es kohärenter vorgeht und einen Dialog zwischen allen Beteiligten fördert. Die Delegation der EWSA-Mitglieder teilte diese Überlegungen: Anne-Marie Sigmund, Madi Sharma und Tomasz Jasinski.

Der EWSA-Präsident lobte den Willen der tibetischen Exilgemeinschaft, der sich in ihrem Organisationsgrad, ihren demokratischen Strukturen und dem Engagement der Zivilgesellschaft, beispielsweise ihrer aktiven Handelskammer, zeige. Das tibetische Volk habe damit die Stärke eines Volkes bewiesen, das seit über einem halben Jahrhundert für seine Würde kämpfe. Auch wenn der Weg für die Tibeter endlos erscheint, kann die Lösung unerwartet näher sein, als es scheint, wie im Fall des Eisernen Vorhangs in Europa, auch wenn die Europäer noch immer darum kämpfen, seine Rückkehr zu verhindern. „Der Dalai Lama sprach über Dinge, die jenseits der Religion liegen, wie Ethik und einen universellen Ansatz“, sagte Malosse. „Ich möchte betonen, dass wir in der Politik nach dem suchen müssen, was jenseits von Imperien liegt, um eine nachhaltige Form des Zusammenlebens zum Wohle aller Völker zu finden.“

Malosse beendete seinen Beitrag mit einem Zitat des Dalai Lama: „Ich hoffe, dass das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert des Friedens, ein Jahrhundert des Dialogs sein wird, ein Jahrhundert, in dem eine fürsorglichere, verantwortungsvollere und mitfühlendere Menschheit entstehen wird.“

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